Bitcoin, Dogecoin, Ethereum und Co. mit leichtem Aufwind trotz US-Steuervorhaben

Angeführt von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) haben viele Kryptowährungen am Wochenende Höchstwerte der letzten 30 Tage verzeichnet. Dabei wird in den USA über Steuern und Regulierung von Krypto diskutiert.

Bitcoin (BTC) hat am Wochenende zeitweise die Hürde von 45.000 US-Dollar genommen und Ethereum (ETH) schwang sich über 3.000 US-Dollar auf. Damit führten die zwei wichtigsten globalen Kryptowährungen einen Trend an, der zudem populären Altcoins wie Dogecoin (DOGE) half. Durchweg durften Bitcoin und Co. – wenn auch nur temporär – Werte notieren, die für die vergangenen 30 Tage Höchststände bedeuteten.

Beobachter sehen in dieser Entwicklung ausnahmsweise einmal Ethereum als treibende Kraft und nicht die Leitwährung Bitcoin. Denn bei ETH wurde das Upgrade London implementiert, das mit EIP-1559 für mehr Transparenz bei Transaktionsgebühren und Inflationsbekämpfung sorgt. Damit sollte auch die DeFi Sparte unter Ethereum wieder Rückenwind verspüren.

US-Politik nimmt Kryptobranche ins Visier

Experten bemerken aber gleichzeitig: Die vorsichtigen Aufwärtstrends am Kryptogesamtmarkt passen nicht so recht zu dem, was in der US-Politik derzeit für scharfe Diskussionen sorgt. Denn Präsident Joe Biden will ein gewaltiges Infrastruktur-Programm teilweise aus neuen Steuern auf Guthaben und Handel mit Kryptowährungen finanzieren. 28 Milliarden US-Dollar sind aus dem – noch nicht beschlossenen – Gesetzespaket veranschlagt. Um die Krypto-Steuern auch wirklich eintreiben zu können, ist angedacht, dass Kryptobörsen, Wallet Anbieter und ähnliche Marktteilnehmer Kundeninformationen an die US-Steuerbehörde IRS übermitteln. Branchenvertreter wenden ein: Bei dezentralisierten Kryptobörsen wie Uniswap werden gar keine Kundeninformationen erhoben, auch Bitcoin Miner sind nicht zu Preisgabe von persönlichen Infos verpflichtet.

So kommt von Wortführern wie FTX-Chef Sam Bankmanager-Fried per Twitter der Tenor: Angemessene Kooperation von zentralisierten Kryptobörsen mit Sitz in den USA mit den Steuerbehörden sei vorstellbar. Doch das gesetzliche Gesamtpaket müsse durchdacht seien und dürfe nicht darauf hinauslaufen, Teile der innovativen Kryptoindustrie aus den USA zu vertreiben. Selbst Krypto-Reizfigur und Tesla-Chef Elon Musk lässt per Twitter verlauten: „Es gibt keine Krise, die hastige Gesetzgebung erzwingen würde.“

Fazit: Fragile Situation für Kryptomarkt in den USA

Die Tageskurse von Bitcoin und Ethereum zeigen sich nervös, die jüngsten Kursgewinne erweisen sich als wenig stabil. Ursache für diese Volatilität ist Angst in der Kryptobranche, bei dem Infrastrukturpaket von US-Präsident Joe Biden unter die Räder zu kommen. Klare Trends sind erst dann wieder zu erwarten, wenn deutlich wird, ob die US-Politik es schafft, in ihrem Bestreben nach neuen Steuerquellen Regeln zu vermeiden, welche die Kryptobranche prinzipiell behindern.


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