Bitcoin-Handelsvolumen sinkt weltweit um 37 %, antizyklischer Anstieg in Lateinamerika

Weltweit verringerte sich das Bitcoin-Handelsvolumen gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ist in einigen Staaten auch ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Insbesondere in Lateinamerika gewinnt BTC zunehmend an Bedeutung und wird seinem Ruf als Krisenwährung gerecht.

Von Anfang März bis Juli wurden über die Plattform „LocalBitcoins“ BTCs im Umfang von 337.300.758 £ gehandelt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringerte sich das Volumen um rund 37 Prozent. Allerdings widersetzen sich insbesondere einige lateinamerikanische Staaten dem globalen Trend. Dies geht aus einer neuen „Inveez“-Studie hervor. Auch aus Daten von „Blockchain.com“ geht hervor, dass die Volumina in diesem Jahr zeitweise bedeutend geringer waren, insbesondere Ende Juli.

Wie die Infografik von Block-Builders.de aufzeigt, fällt der Rückgang in China (62,3 Prozent), Russland (51,2 Prozent) sowie den USA (42,8 Prozent) besonders stark aus.

Krisenwährung Bitcoin

Allen voran in Argentinien erhöhte sich das BTC Handelsvolumen beträchtlich. Der Anstieg schlägt hier im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 103 Prozent zu Buche. Das Land befindet sich in einer besonders prekären Lage, was die These nahe liegend erscheinen lässt, dass die Bürger versuchen, ihr Hab und Gut mit Bitcoin sicher durch die Krise zu bringen. Die dortige Inflationsrate erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr zuletzt um 53,55 Prozent. Zum Vergleich: in Deutschland stieg jene Rate lediglich um 1,4 Prozent an. Wie aus einem Beitrag der Konrad Adenauer Stiftung hervorgeht, sorgte der Machtwechsel 2019 dafür, dass das Anleger-Vertrauen einen neuen Tiefstand erreichte. Die dezentrale Konzeption des Bitcoin scheint hier sein volles Potenzial zu entfalten.

Bitcoin Prognosen im Angesicht der Pandemie

Indes zeigt ein Blick auf die Kursentwicklung, dass Bitcoin im 6-Monats-Rückblick zu den großen Gewinnern zählt. Seither erhöhte sich der Preis der Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung um 22,7 Prozent. Das Krisen-Asset schlechthin, Gold, legte innerhalb des letzten halben Jahres lediglich um 10,7 Prozent zu.

Gänzlich anders die Entwicklung auf dem Aktienmarkt: so büßte der Dow Jones und DAX um 4,8 bzw. 5,6 Prozent an Notierung ein.

Zwar verringerte sich das Handelsvolumen, so das Ergebnis der Erhebung. Allerdings könnte dies auch darauf hindeuten, dass die Anleger vermehrt ihre bereits erworbenen Coins verwahren, ohne sie abzustoßen. Die Kryptowährung entwickelte sich in diesen herausfordernden Zeiten positiv – eine etwaige zweite Corona-Welle könnte den Trend noch weiter beschleunigen, sofern sich das Muster wiederholt.

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