Bitcoin Preissturz vom Dienstag – was waren die Gründe?

Vorgestern ist der Preis von Bitcoin (BTC) innerhalb weniger Stunden um 9.000 US-Dollar eingebrochen. Experten meinen, den unerwarteten Preissturz bei Bitcoin jetzt erklären zu können.

Wer am Dienstagabend einen Blick auf die Kryptocharts warf, bekam große Augen: Wie aus dem Nichts leuchteten dort überall rote Zahlen. Bei Bitcoin (BTC) rauschte die Preiskurve von gut 51.000 US-Dollar bis an die Marke von 42.000 US-Dollar in den Keller. Kurzzeitig machte sich Panikstimmung breit und manch Anleger fühlte sich an den 12. März 2020 erinnert. Jener Tag ging als „schwarzer Donnerstag“ in die Geschichte von Bitcoin ein, um 40 Prozent brach der Preis von BTC damals ein. Doch Analysten geben mittlerweile Entwarnung: Der Preissturz an den Kryptomärkten von diesem Dienstag hat andere Ursachen als der Crash vor anderthalb Jahren.

Willi Woo etwa erklärte die Ereignisse seinen gut 700.000 Followern bei Twitter anhand des Vergleichs von vier Kerndaten: Bitcoin Preis, Zu- und Abflüsse von BTC an Kryptobörsen, kurzfristige und langfristige Investoren. Während der „schwarze Donnerstag“ alle Gruppen ergriff, reagierte diesmal im Grunde nur der Preis von Bitcoin. Investoren blieben überwiegend ruhig. Woo sieht deshalb Bitcoin Futures und andere Derivate als Grund für die negative Dynamik vom Dienstag. 1,1 Milliarden soll das Volumen von liquidierten BTC Derivaten betragen haben. Im März 2020 hingegen waren auch Rohstoffpreise und weltweite Aktienmärkte ins Trudeln geraten. Damals wurde der Öffentlichkeit klar, dass Corona zur Pandemie wird und kaum vorhersehbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben könnte.

Spekulanten steckten hinter dem deftigen Minus bei Bitcoin

Ähnlich wie Will Woo sieht auch Will Clement die jüngsten Kapriolen bei Bitcoin. Clement zeigt auf Twitter, wie sich auf den Märkten für Bitcoin Derivate am Dienstag eine unheilvolle Mischung von niedrigen Zinsen und hohen Gewinnerwartungen zusammenbraute. Im Endeffekt habe dies zum Preissturz geführt, dem Clement etwas Positives abgewinnen kann. BTC Investoren seien gestärkt, Spekulanten aus dem Markt gekickt und so habe eine gesunde Bereinigung des Bitcoin Preises stattgefunden.

Auch Whalemap glaubt, dass der Einbruch der Preiskurve bei Bitcoin weniger dramatischer sei als zunächst befürchtet. Dieser Twitter-Account malt eine Grafik, der zufolge vor allem Bitcoin verkauft wurde von Großanlegern, die sich erst in den letzten Monaten mit BTC eingedeckt hatten. Ob diese nun Gewinne realisierten oder bei Spekulationen kalte Füße bekamen ist da fast zweitrangig. Denn, so Whalemap, die erfahrenen Bitcoin HODLer mit langfristigen Absichten blieben cool und stützen so den Preis.

Fazit: Schreckmoment für Bitcoin – aber wohl kein Großalarm

Am heutigen Donnerstag notiert Bitcoin bei gut 46.000 US-Dollar und scheint den Schreck von vorgestern verdaut zu haben. Durchweg betonen Fachleute: Die Fundamentaldaten für Bitcoin sind im grünen Bereich, von einer Flucht aus Kryptowährungen im großen Stil könne keine Rede sein. Optimisten erwarten daher das jetzige Preisniveau als gefestigte Basis für Bitcoin und Co., um zu einer neuen Rallye anzusetzen. Doch selbst Skeptiker dürfte beruhigen: Der Bitcoin Markt hat sich nach turbulenten Stunden schnell wieder selbst bereinigt, große Verlierer waren nicht mittel- oder langfristig denkende Anleger, sondern solche mit riskante Taktiken.


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