Cardanao (ADA): Testnet für Alonzo schürt Zweifel an praxistauglichen Smart Contracts

Cardano (ADA) will am 12. September mit dem Upgrade Alonzo Smart Contracts in das Mainnet bringen. Doch das Testnet dafür sorgt für Diskussionen darüber, ob Cardano Smart Contracts praxistauglich sind.

Zum Wochenanfang freute sich Cardano (ADA) noch über ein neues Allzeithoch, welches auf das bevorstehende Upgrade Alonzo zurückgeführt wurde. Doch seitdem hat die Preiskurve von Cardano mächtig Federn gelassen und ist von gut 3 US-Dollar um mehr als 20 Prozent auf unter 2,40 US-Dollar zurückgefallen. Neben Verlusten am Gesamtmarkt für Kryptowährungen sind bei ADA fachliche Kritik am Konzept von Alonzo Smart Contracts Grund für die deutlichen Abschläge.

Besonders skeptisch zeigt sich etwa Eric Wall, Chef der Krypto-Investmentfirma Arcane Assets. Auf Twitter und anderswo vertritt Wall die Meinung, dass Cardano mit Alonzo nicht in der Lage sei, typische Aufgaben in der Sparte DeFi zu bewältigen. Auch Mineswap als Projekt, welches auf Cardano eine dezentralisierte Kryptobörse (DEX) etablieren will, musste vorerst zurückrudern und seine Tests dafür abbrechen. Im Kern geht es darum, wie unter Alonzo bei Cardano mit Transaktionen und Smart Contracts umgegangen werden soll.

Denn im Testnet stellte sich heraus, dass Aufträge häufig scheiterten mit dem Hinweis, dass UXTO (Unspent Transaction Output) im vorgesehen Block der Cardano Blockchain bereits belegt sei. Dahinter verbirgt sich vereinfacht, dass ein Block bei Cardano Alonzo in jetziger Form nur einen Smart Contracts beinhalten kann und auch keine multiplen Signaturen unterstützt. DeFi ist aber in seiner Komplexität genau auf Leistungen angewiesen, die dezentral in Echtzeit Smart Contracts mit vielen Vertragspartnern organisieren und abwickeln.

Manche Kritiker sprechen angesichts der nicht erwarteten Komplikationen bei Alonzo bereits über einen „Tod von Cardano“. Wall zieht einen wenig schmeichelhaften Vergleich zu IOTA und stellt fest: Cardano spricht schon seit 6 Jahren über Smart Contracts und damit noch länger als IOTA über die seit 5 Jahren nicht bewerkstelligte Abschaffung des dortigen zentralen Koordinators. Der Tenor dieser Stimmen ist klar: Smart Contracts unter Alonzo bei Cardano drohen sich als Totgeburt zu entpuppen.

Cardano wehrt sich gegen Kritik an Alonzo

Doch Cardano will die scharfe Kritik so nicht gelten lassen und schießt zurück. Input Output als das Unternehmen hinter ADA macht per Twitter und Blogpost klar: Was jetzt im Testnet bei Alonzo passiere, sei keine Überraschung. UXTO an sich sorge für starke Sicherheit und feste Transaktionsgebühren, was als Pluspunkt gelten müsse. In der UXTO-Variante von Cardano seien parallele Aktionen möglich, die das Ein-Block-Problem lösen können.

Auch Cardano-Gründer Charles Hoskinson meldete sich schnell per Twitter zu Wort und warf Kritikern „FUD“ und Geschrei vor. Inhaltlich gibt es laut Hoskinson jetzt bereits einen Vorschlag, wie Alonzo durch ein Update verbessert werden kann. Andere Cardano Projekte als Mineswap stellten sich ebenfalls hinter Upgrade Alonzo. SundaySwapLabs etwa findet in einem Blogpost die Einwände überwiegend fachlich falsch, da sie Ausweichmöglichkeiten unterschlagen. Dazu gehören Lösungen, in denen eine zentrale Instanz überwacht, dass Smart Contracts parallel ausgeführt werden.

Fazit: ADA angeschlagen – doch Alonzo soll weiter am 12. September kommen

Stand heute hält Cardano am Launch von Alonzo am 12. September fest und riskiert damit die Nagelprobe, ob nach dem Upgrade sich tatsächlich DeFi Projekte unter ADA mit größerer Liquidität etablieren. Denn die vorgetragenen Details lassen tatsächlich daran zweifeln, ob sich bewährte DeFi Konzepte unter Alonzo verwirklichen lassen. Hoskinson als Galionsfigur von Cardano schlägt in dieser Situation seine oft als arrogant angesehene Kommunikationspolitik negativ entgegen.

Für ADA kommt die Diskussion zur Unzeit. Während der Preis von Bitcoin (BTC) und führenden Altcoins seit dem gestrigen Dienstagabend drastisch einbricht, belasten Zweifel an Alonzo ADA zusätzlich. So wird Cardano plötzlich von einem der Gewinner der Woche mit Allzeithoch zum prominenten Wackelkandidaten.


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