Bitcoin und Co.: Investmentlegende George Soros steigt ein

Soros Fund Management als Vermögensverwalter von Investmentlegende George Soros hat Anlagen in Kryptowährungen bestätigt. Bitcoin sei im Mainstream angekommen, heißt es zur Begründung.

George Soros ist spätestens mit seinen Wetten gegen das Britische Pfund 1992 zur Berühmtheit unter Investoren geworden und auf Strategien des mittlerweile 91-Jährigen schaut deshalb die ganze Finanzwelt. Vor diesem Hintergrund ist das Bekenntnis des Soros Fund Management zu Bitcoin und Co. bemerkenswert. In einem Interview mit Bloomberg nämlich sagte die Chefin des Funds, Dawn Fitzpatrick, man halte „einige Coins, nicht viele“, als sie nach Kryptowährungen gefragt wird. Soros Fund Management verwaltet als Family Office das Vermögen von George Soros.

Zwar verrät Fitzpatrick nicht direkt, welche Altcoins neben Bitcoin (BTC) ihren Weg in das Portfolio des Soros Fund Management gefunden haben. Doch sie schneidet zwei wichtige Themen an. Eines davon lautet DeFi (Decentralized Finances), also die Verwirklichung von Finanzgeschäften über die Blockchain und durch Smart Contracts. Damit umgeht DeFi Banken und die klassischen Börsen und verzeichnet rasantes Wachstum. Fitzpatrick sagt nun, aus ihrer Sicht seien hier die Anwendungsfelder von DeFi der spannende Punkt und weniger konkrete Altcoins.

In Sachen Bitcoin äußert sich Fitzpatrick für Soros Fund Management ähnlich differenziert. Man habe bei Bitcoin nicht mehr allein dessen oft beschworene Funktion als Bollwerk gegen Inflation im Auge. Noch im März hatte Fitzpatrick Bitcoin als ein mögliches Nischen-Investment eingestuft und dabei auch die expansive Geldpolitik der US-Notenbank als Grund genannt. Jetzt aber sagt sie, Bitcoin sei wohl im Mainstream angelangt und verweist auf mehr als 200 Millionen Nutzer von BTC weltweit. Wer mag, kann hier Gedankenspiele zu Bitcoin als Leitwährung für die Kryptoindustrie und Ersatzwährung anknüpfen.

Kurswechsel bei Soros – Bitcoin profitiert

Beobachter erinnern daran, dass George Soros in der Vergangenheit Bitcoin skeptisch betrachtet hatte und Kryptowährungen wegen hoher Volatilität nicht als für den Alltag geeignet sah. Die jüngsten Kommentare aus seinem Soros Fund Management werden deshalb als deutliche Korrektur der Strategie interpretiert und haben wohl zu den deutlichen Kursgewinnen bei Bitcoin am gestrigen Mittwoch beigetragen. Wie eingangs erwähnt: Soros spielt in der öffentlichen Wahrnehmung für Investoren die Rolle eines Influencers. Der gleich alte Warren Buffett hingegen bleibt bisher bei seiner entschiedenen Ablehnung von Bitcoin.

Fazit: Soros pro Bitcoin – Paradigmenwechsel im Alter

In der Diskussion um Nützlichkeit und Zukunftschancen von Bitcoin enthüllt sich häufig auch ein Generationenkonflikt. Das alteingesessene Establishment der Wall Street hätte BTC am liebsten ignoriert, während die jüngeren Macher aus dem Silicon Valley Bitcoin früh und dann zunehmend mit Sympathien und Investments belohnten. So gesehen sind die neu gesetzten Einschätzungen des Soros Fund Management ein Wegweiser, der über ein reines Investment in Bitcoin hinausgeht und auch andere Vertreter der alten Garde zum Nachdenken bewegen könnte.


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