Bitcoin und Co.: US-Milliardäre wie Carl Icahn wollen im großen Stil investieren

Investorenlegende Carl Icahn hat angekündigt, mit mindestens 1 Milliarde US-Dollar in den Kryptomarkt einzusteigen. Auch andere ältere US-Milliardäre entdecken Bitcoin und Co. für sich.

Von Bitcoin sei „lächerlich“ hin zu „im großen Stil einsteigen“ hat es für Carl Icahn gut drei Jahre gebraucht. Im Februar 2008 sagte der US-Milliardär noch im TV, er sei zu alt für Kryptowährungen und werde „das Zeug nicht anrühren“. Jetzt aber hörte sich Carl Icahn – wieder im Fernsehen – ganz anders an: Im großen Stil bedeute für ihn 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar, die er in die Kryptobranche und Kryptowährungen investieren wolle. Dabei ist Icahn mittlerweile 85 Jahre alt. Als Grund für die spektakuläre Kehrtwende führte der milliardenschwere Manager an, dass Anleger zunehmend besorgt über den Wert des US-Dollars werden. Angesichts der enormen Höhe von US-Finanzhilfen in der Corona Pandemie könnten Kryptowährungen eine Alternative bieten, um Werte zu erhalten, so Icahn.

Damit folgt der meinungsstarke Investor im Grunde der Argumentation von MicroStrategy. Das US-Unternehmen hatte im August 2020 als erste Nasdaq-Firma Geldreserven in Bitcoin umgeschichtet, um sich vor Inflation zu schützen. Dieser Strategie folgte dann weitere Großunternehmen und stützten damit eine lang anhaltende Preisrallye für Bitcoin (BTC). Icahn wollte sich nun noch nicht festlegen, wie er Teile seines auf gut 16 Milliarden US-Dollar geschätzten Kapitals genau in Krypto umwandeln will, „ich schaue mir das ganze Business dort an“.

Neue Investorenwelle für Kryptomarkt?

US-Medien stellen die neue Taktik von Icahn in eine Reihe mit Äußerungen andere Milliardäre der alten Garde. So hatte etwa Howard Marks kürzlich gesagt, er beginne damit, sich näher mit Kryptowährungen zu befassen. Howards ist 75-jährig und hat sein auf gut 2 Milliarden US-Dollar geschätztes Vermögen als Mitgründer der Investmentfirma Oaktree gemacht. Ray Dalio wiederum hat nach eigenen Aussagen bereits „einige Bitcoin“ gekauft. Dalio ist 71 Jahre alt und sein Vermögen soll gut 10 Milliarden US-Dollar betragen. Er war früher für die Investmentfirma Bridgewater in führender Position tätig.

Betrachtet man Icahn, Howards und Dalio als eine Investorengruppe, vereint sie das hohe Alter. Bislang war in der öffentlichen Diskussion um Bitcoin oft eine Generationenfrage zu erkennen – auf der einen Seite die jüngeren Schwerreichen etwa aus dem Silicon Valley, die Bitcoin befürworten. Und auf der anderen Seite altes Establishment aus der Wallstreet wie Warren Buffet, die Bitcoin bis hin zu Betrugsvorwürfen verdammten.

Fazit: Bitcoin mit neuen einflussreichen Fürsprechern

Festzuhalten ist: Die extrem lockere US-Finanzpolitik beunruhigt offenbar Dollar-Milliardäre zunehmend. Sie sehen deutliche Tendenzen, die zu Inflation führen könnten, und sind deshalb mehr als früher dazu bereit, Vermögen in Bitcoin umzuschichten. Dieses Denken setzt sich auch unter institutionellen Investoren immer weiter durch. Demnach dürfte der Kryptomarkt vorerst kein Austrocknen befürchtet müssen, wenn frisches Kapital zufließt – flankiert von Bekenntnissen, die das inflationssichere Konzept von Bitcoin loben.


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