Cake DeFi: Projekt von Julian Hosp gerät ins Visier der BaFin

Wieder mal Wirbel um Julian Hosp: Denn der ebenso umtriebige wie umstrittene Krypto-Unternehmer hat mit seinem neuen Projekt Cake DeFi die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu Ermittlungen provoziert.

Julian Hosp ist nicht nur in der deutschen Kryptoszene bekannt wie ein bunter Hund. Seine Beteiligung am Projekt Lyoness roch verdächtig nach Schneeballsystem, seine Mitarbeit bei TenX endete mit einem Knall und Streit. Kritiker werfen Hosp vor, wieder und wieder mit falschen Versprechen Kunden anzuwerben. So stand Cake DeFi als neues Projekt von Julian Hosp unter Experten fast automatisch unter näherer Beobachtung. Bestätigt wird dieses Misstrauen jetzt durch eine Warnungsmeldung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Cake Pte. Ltd. als Unternehmen hinter Cake DeFi agiert laut BaFin ohne Genehmigung in Deutschland und man habe deshalb Ermittlungen eingeleitet. Verbraucher werden von der BaFin davor gewarnt, Geldanlagen im Internet ohne gründliche Recherche zu tätigen, es ist allgemein von „Betrugsversuchen“ die Rede.

Bei der Cake Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur wird Julian Hosp als Gründer und CEO angegeben. Cake DeFi wiederum führt auf der Liste von Ländern, in denen Services nicht angeboten werden können, Deutschland nicht auf. Auch ist die Website von Cake DeFi in einer deutschsprachigen Version vorhanden und Webdaten zeigen, dass um 20 Prozent der Aufrufe aus Deutschland stammen. So ist durchaus anzunehmen, dass Cake DeFi konzentriert um deutsche Kunden buhlt.

Cake DeFi schreibt unterdessen per Twitter kurz und knapp, man habe Kenntnis von der Mitteilung der BaFin. Doch Cake DeFi sei in Singapur beheimatet und richte sich dementsprechend nach den dortigen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Auch Julian Hosp reagierte mit einem kurzen Video auf die Warnung der BaFin. Er wisse nicht, was die BaFin zu bemängeln habe. Kundengelder bei Cake DeFi seien sicher, die Dienste würden nicht eingestellt. Die Anwälte von Cake DeFi werden sich um die Angelegenheit kümmern, so Hosp. Er erinnert daran, dass die BaFin auch schon vor Binance, Bybit und anderen Kryptounternehmen gewarnt habe, ohne dass es zu weitreichenden Folgen gekommen sei.

Fazit: Einlagen bei Cake DeFi noch sicher?

Cake DeFi hat nach eigenen Angaben mehr als 410.000 Nutzer und verwaltet mehr als 700 Millionen US-Dollar Vermögenswerte. Mit Methoden wie Staking, Lending und Liquidity Mining will Cake DeFi für die Einlagen der Kunden überdurchschnittliche Renditen erzielen. Ob dieser Plan in der Praxis aufgeht ist umstritten. Die Warnung der BaFin vor Cake DeFi dürfte kein Schnellschuss gewesen sein, die Behörde arbeitet üblicherweise gründlich. Unsere Beziehungen zu Julian Hosp sind keinesfalls harmonisch. Aber fairerweise möchten wir auch erwähnen, dass Hosp uns zuletzt bei Recherchen geholfen hat aufzudecken, was mit Millionenwerten bei TenX passiert.

Dir als deutschem Anleger möchten wir aber wie die BaFin davon abraten, bei Cake DeFi einzusteigen. Und falls Du dort schon investiert hast, wäre es wohl sinnvoll, vorsichtshalber Einlagen bei Cake DeFi abzuziehen. Konflikte der Kryptoindustrie mit Regulierungsbehörden gehen erfahrungsgemäß meist zugunsten der Aufseher aus – das droht Cake DeFi mit Julian Hosp nun auch hierzulande.


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7 Kommentare

  1. Seit wann ist Julian denn aus Deutschland? Österreicher. Da fängt es ja schon an.

    Die nächste Sache ist: Die BaFin ist vermutlich am ermitteln, weil keine Lizenz für Finanzgeschäfte in Deutschland vorliegt. Dies ist aber auch sch*** egal, da Cake ihren Sitz in Singapur haben. Dort würde kein Betrüger sein Unternehmen eröffnen. Dort könnte es mittelalterliche Strafen geben.

    Was will die BaFin also von Cake?
    Vorallem eins: Angst machen. Dass die BaFin auf der Seite des zentralisierten Bankensystems steht, ist ja kein Geheimnis.

    Noch dazu ist ja noch garnicht klar, wie diese Ermittlungen aussehen.

    Kann man von ein paar 50 Jährigen Beamten erwarten, dass sie wissen was „Liquidity Mining“ und „DeFi“ sind?

  2. Warum schreibt Ihr denn eigentlich solch einen Artikel, wenn Ihr euch doch offensichtlich zur Aufgabe gemacht habt Leute über Blockchain aufzuklären bzw. zu Informieren. Was Ihr macht ist Panik zu verbreiten ohne auch nur ein bisschen über die Sache informiert zu sein. Würde mich interessieren ob Ihr es immer noch für nötig haltet darüber zu berichten wenn die Sache gut ausgeht für alle. Wahrscheinlich nicht …

  3. Wenn ich das schon lese das Leute wegen Hosp in X und Y investiert haben und deshalb Geld verloren haben dreht sich mir der Magen um, denn der Hosp stand da nicht mit ner Pistole und hat irgendwen gezwungen.

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