Cardano (ADA) ist laut Gründer Hoskinson kein genehmigungspflichtiges Wertpapier

Charles Hoskinson, Gründer von Cardano, sieht ADA nicht in der Gefahr, von Regulierungsbehörden als Wertpapier („Securities“) eingestuft zu werden. Denn Cardano seit weitaus dezentraler organisiert als Bitcoin (BTC).

Cardano-Gründer Charles Hoskinson wirbt für ADA und legt sich dabei auch mit Michael Saylor von MicroStrategy an, der als Bitcoin Maximalist gilt. Anlass ist ein Interview von Saylor, in dem er Cardano als „Securities“ (Wertpapier) bezeichnet und deshalb für ADA Probleme mit Regulierungsbehörden vorhersagt. Ripple (XRP) erlebt diese Situation seit nunmehr 19 Monaten schmerzhaft in einem Gerichtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC, der als wegweisend für die Kryptoindustrie beobachtet wird. Doch Hoskinson widerspricht vehement und sagt, niemand habe Kontrolle über das dezentral organisierte Cardano (ADA) und ein Vergleich mit Wertpapieren sei irreführend.

In den USA ist der sogenannte Howey Test richtungsweisend dafür, ob eine Anlagemöglichkeit auch als Securities zu gelten hat und deshalb die Genehmigung der SEC braucht. Michael Saylor von MicroStrategy argumentiert, dass Cardano als ein Altcoin mit Proof-of-Stake als Protokoll ohnehin Richtung Securities steuere. Zudem sei ADA durch zentrale Organisationen (Cardano Stiftung und Krypto-Unternehmen Input Out) gesteuert sowie durch einen Verkauf per ICO auf den Markt gebracht worden. Das seien alles deutliche Hinweise darauf, dass Cardano nicht darauf bauen könne, von der SEC unreguliert zu bleiben. Saylor hat sein Nasdaq-Unternehmen MicroStrategy zu einem Großinvestor in Bitcoin verwandelt und sich so einen Namen als entschiedener Befürworter von BTC gemacht. Die SEC hat Bitcoin einen Freibrief erteilt und will bei der Mutter aller Kryptowährungen keine Verfahren zur Genehmigungspflicht als Securities anstreben.

Hoskinson aber teilt aus Richtung BTC und behauptet, mit Bitcoin könne man eigentlich nur spekulieren. Menschen wie Saylor würden über andere Kryptowährungen sprechen, um damit von ihren eigenen Problemen mit Bitcoin abzulenken. Cardano jedoch sein in Wirklichkeit weit dezentralisierter als Bitcoin und erfülle für Nutzer Aufgaben im echten Leben, etwa bei der Verwaltung von medizinischen Dokumenten. In der Vergangenheit hat die SEC diverse Altcoins unter die Lupe genommen und stets mit dem Stempel „Securities“ erfolgreich Straf- und Entschädigungsgelder eingefordert.

Fazit: Für ADA wäre ein Konflikt mit der SEC fatal

Hoskinson ist bekannt dafür, fremde Krypto-Projekte bis hin zu IOTA zu attackieren. Insofern könnte man seinen aktuellen Zwist mit Saylor als typisches Ego-Spielchen abtun – wenn nicht die Frage über den Status von ADA als mögliches Wertpapier nicht so pikant wäre. Trotz deutlicher Kursverluste rangiert Cardano unter den zehn kapitalstärksten Kryptowährungen weltweit und ein Prozess mit der SEC wie bei Ripple (XRP) würde die Zukunftspläne für ADA behindern oder gar zerstören. Inhaltlich hat Hoskinson wohl mit der weit fortgeschrittenen technologischen Dezentralisierung von Cardano recht, auch wenn der direkte Vergleich mit Bitcoin dort hinkt. Bei anderen Punkten wie den Erstverkäufen von ADA und Einsatzzwecken aber scheint Cardano anfällig für ein Eingreifen der SEC. Das dürfte ein Grund dafür sein, dass Hoskinson lautstark die Diskussion umlenken möchte.


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