
Ethereum (ETH) notiert erstmals in diesem Jahr um 3.700 US-Dollar – damit gelingt der zweitwichtigsten globalen Kryptowährung eine Art Comeback. Warum ist Ethereum allen Skeptikern zum Trotz zurück auf dem Erfolgspfad?
Vor gerade drei Wochen beschäftigten sich die Kryptomärkte noch mit der Frage, ob Ethereum der freie Fall unter die Marke von 2.000 US-Dollar droht. Diese Diskussion ist vom Tisch, Ethereum hat in der Nacht mit Notierungen um 3,700 US-Dollar ein Jahreshoch erklommen. Und es gibt gute Gründe, warum ETH als die Nummer Zwei unter den globalen Kryptowährungen wieder Rückenwind spürt.
Junge Ethereum Unternehmen geben ETH Rückendeckung
Ein Auslöser für die aktuelle Ethereum Rallye waren sicherlich börsennotierte Unternehmen wie Bitmine Immersion (BMNR), die in Anlehnung an MicroStrategy das Anhäufen von Krypto-Reserven zum Geschäftsmodell machen. Doch während MicroStrategy dabei auf Bitcoin setzt, fokussieren sich Bitmine Immersion, Sharplink Gaming (SBET) und andere nun auf Ethereum. Erst gestern gab Bitmine Immersion per Pressemitteilung bekannt, mittlerweile mehr als 300.000 ETH im Gesamtwert von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu halten.
Ethereum ETFs erleben Rekordwoche
Diese Reserven müssen die ETH Unternehmen zu Marktpreisen einkaufen, was die Ethereum Preiskurve spürbar stützt. Zudem schafft es Ethereum mit prominenten Fürsprechern wie Tom Lee (Bitmine Immersion) und ETH-Mitgründer Joseph Lubin (Sharplink Gaming ), öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen – dies wirkt sich auch auf Strategien von Privatanlegern aus. Deutlich sichtbar ist der Trend hin zu ETH zudem bei den Ethereum ETFs, die laut Daten von SoSo am Mittwoch und Donnerstag die bisher erfolgreichsten Tage in ihrer knapp einjährigen Geschichte erlebten. Knapp 730 Millionen US-Dollar flossen am Mittwoch Richtung Ethereum ETFs, gut 600 Millionen US-Dollar waren es am gestrigen Donnerstag. Die Ethereum ETFs sind vollständig mit ETH unterlegt und dementsprechend wird momentan massiv ETH dafür nachgekauft.
Institutionelle Investoren decken Nachholbedarf bei Ethereum
Noch mehr Fahrt könnten die Ethereum ETFs aufnehmen, wenn die von US-Präsident Donald Trump umformierte Börsenaufsicht SEC ihnen auch Staking erlaubt. Dies scheint in greifbarer Nähe und von da an würden die Ethereum ETfs durch das Staking zusätzliches passives Einkommen erzielen, was an Investoren weitergeleitet werden dürfte und die Attraktivität der ETFs deutlich erhöht. Die Analysten von Wintermute und Coinshares hatten zuletzt bereits festgestellt, dass Ethereum Finanzinstrumente relativ betrachtet seit Wochen sogar mehr Kapital anziehen als Bitcoin – Stichwort: Nachholbedarf.
Genius Gesetze zu Stablecoins in den USA ein Segen für Ethereum
Der dritte und wahrscheinlich entscheidende Impuls hin zum Ethereum Jahreshoch ging dann gestern von der US-Politik aus. Nach drei Tagen harten Verhandlungen billigte das Repräsentantenhaus drei wegweisende Krypto-Gesetzespakete (unseren Hintergrund zu Genius, Clarity und Anti-CDBC findest Du hier. Von allen dreien wird Ethereum profitieren und Genius liegt schon heute bei Präsident Donald Trump zur Unterschrift. Genius legalisiert Stablecoins in den USA und die Daten von DeFiLlama zeigen: Bei Ethereum DeFi ist mit fast 130 Milliarden US-Dollar in Stablecoins mehr als 50 Prozent des gesamten Volumens in dieser Sparte hinterlegt. Ein Beobachter sagt: „Wenn ein Netzwerk wie Ethereum Hunderte von Milliarden US-Dollar absichert, kann der Coin (hier ETH) selbst auf keinen Fall weniger wert sein.“
Fazit: Ethereum meldet sich auf der großen Bühne zurück
Experten sehen für Ethereum trotz der jüngsten Erfolge die Herausforderung, ETH endlich einen griffigen Slogan zu verpassen. Bei Bitcoin hat sich „digitales Gold“ eingebürgert, „digitales Silber“ hat sich für Ethereum aber nur bedingt durchgesetzt. Es kursieren Vorschläge von „digitales Öl“ bis „Weltcomputer“, um die Multi-Funktionalität des dezentralisierten Ethereum Ökosystems mit ETH als Basis griffig zu beschreiben. Ethereum Stiftung und ETH Erfinder Vitalik Buterin versuchen, „Cypherpunk“ als Motto zu prägen – was in der Wall Street nicht unbedingt auf offene Ohren trifft. Aber auch dort kann und will man Ethereum nicht mehr als ewige Nummer Zwei unter den Kryptowährungen abschreiben, sondern beginnt zunehmend zu verstehen, warum ETH andere Pluspunkte hat als Bitcoin.
Ethereum ist tot – es lebt der Standard „Ethereum-kompatibel“
Wir stehen an einem Wendepunkt: Die Kryptoindustrie muss endlich unterscheiden zwischen reinen Börsen-Assets wie Ethereum, XRP oder Cardano – und echter Zukunftstechnologie mit Substanz. Anders gesagt: Tulpenzwiebeln gegen Mercedes. Auf der einen Seite stehen Preiswetten ohne Nutzen, auf der anderen Seite Systeme wie Bitcoin als digitales Gold und neue, web3-native Netzwerke wie SEI, die gerade dabei sind, das nächste Google des Kryptozeitalters zu werden.
Ethereum-kompatibel – aber endlich richtig
SEI hat das getan, was Ethereum nie geschafft hat: Die Technik hinter dem Standard neu erfunden. Das Ergebnis sind zwei Industriestandards, die Ethereum ersetzen – nicht erweitern.
Erstens: SEI L1-EVM – die Reinkarnation von Solidity.
Der komplette Entwicklungs-Workflow bleibt erhalten. Alles, was funktioniert hat – Compiler, Bibliotheken, Editoren, Tools und Millionen Zeilen erprobter Solidity – bleibt nutzbar. Auch die Entwickler-Community kann wie gewohnt weiterarbeiten. Doch nach dem Upload bleibt kein Stein mehr auf dem anderen.
Der alte Ethereum-Mechanismus – langsamer Bytecode, schrittweise Ausführung in einer virtuellen Maschine auf einem einzelnen CPU-Kern – ist Geschichte. Stattdessen wird der Code direkt nach dem Deployment optimiert, parallelisiert und einmalig vollständig kompiliert. Dann läuft er auf Systemebene – direkt am Konsensmechanismus. Keine VM mehr, keine Trägheit. Das ist echte Hochleistung – innerhalb von 400ms. Solidity war veraltet. SEI hat es neu erschaffen.
Zweitens: SIP-3 – der hybride SEI-EVM-Token.
Ein einziger Token, zwei Leben: L1-nativ und ERC-20-kompatibel. Kein Bridging, keine doppelten Assets, kein Chaos. Die Umschaltung passiert automatisch – unsichtbar für den User. Auf dem Handy sieht man nur einen Token, der blitzschnell gesendet werden kann. Die Komplexität von Web3 verschwindet hinter echter Nutzerfreundlichkeit.
Das ist der Durchbruch. Nicht mehr Ethereum – sondern „Ethereum-kompatibel“ wird zum neuen Standard. Smart Contracts sind jetzt schnell. Tokens sind jetzt benutzbar. Und Web3 ist erstmals massentauglich.
Ethereum war der Wegbereiter. SEI ist die Lösung.
P.S. Vielen Dank an Chati für die Formulierung.