Ethereum Transaktionsgebühren: Upgrade EIP 1559 greift, schon 1 Million ETH zerstört

Bei Ethereum liefert das Upgrade London (EIP 1559) vom August teilweise gewünschte Ergebnisse. Die Neuordnung der Transaktionsgebühren führt zu Deflation, was sich im Burning von mehr als 1 Million ETH ausdrückt.

Die Ethereum Transaktionsgebühren sind im Kryptojahr 2021 ein großes Thema, mit oft 100 UDS-Dollar und mehr pro Transaktion vermiesen sie Anlegern bei kleineren Geschäften die Laune. Mit dem Upgrade London EIP 1559 für Ethereum von Anfang August sollte das Problem angegangen werden und Transaktionsgebühren für ETH wurden technologisch grundlegend neu geregelt. Gut drei Monate später hat sich herausgestellt: EIP 1559 konnte die Transaktionsgebühren kaum senken, aber der eingebaute Mechanismus für Deflation funktioniert. Gut 1 Million Ethereum im Wert von umgerechnet etwa 4,2 Milliarden US-Dollar wurden seit dem 5. August verbrannte („burned“), was knapp einem Prozent der Gesamtmenge aller ETH entspricht. Die Daten dazu liefert beispielsweise the Webseite WatchTheBurn.

Der deflationäre Effekt von Upgrade London bei Ethereum fällt allerdings geringer aus als auf den ersten Blick sichtbar. Denn nach wie vor gilt bei der Blockchain von ETH das Protokoll Proof-of-Work, bei dem Mining Rewards als Bonus für diejenigen Netzwerkpunkte ausgeschüttet werden, die Transaktionen gültig schreiben. Dazu kommen Trinkgelder, die für beschleunigte Bearbeitung bei Transaktionsgebühren für Ethereum aufgeschlagen werden können. Unter dem Strich ergibt sich in etwa eine Mindermenge von ETH zu dem Zeitpunkt vor dem Upgrade London bis jetzt von etwa 500.00 Ethereum, ungefähr 150.000 pro Monat. Die Frage nach Inflation und Deflation ist bei der Leitwährung Bitcoin (BTC) für den Kryptomarkt einst schon im Ursprungscode vorhergesehen und berücksichtigt worden.

Durch die Deckelung auf höchstens 21 Millionen BTC und vierjährliche Bitcoin Halvings setzt bei Bitcoin automatisch eine Inflationsbremse ein. Wundersame Geldvermehrung wie bei westlichen Notenbanken kann deshalb bei Bitcoin und neuerdings auch Ethereum nicht passieren. Deflationäre Effekte sollen stattdessen mittelfristig für Wertgewinne bei den zwei wichtigsten Kryptowährungen der Welt sorgen. Die Preiskurve von Ethereum zeigt: Im August zum Inkrafttreten von Upgrade EIP 1559 notierte ETH noch bei gut 3.000 US-Dollar, aktuell sind es rund 4.200 US-Dollar. Das Argument Deflation durch Upgrade London bei Ethereum hat den Markt überzeugt. Zum „digitalen Gold“ Bitcoin hat sich Ethereum als Silberstandard gesellt.

Fazit: Bitcoin, Ethereum und Co. als Bollwerk gegen Inflation

Burning, also gewollte deflationäre Effekte, kennen auch andere wichtige Kryptowährungen wie Binance Coin (BNB). Im Detail unterschiedlich läuft es dabei immer darauf heraus, die Gesamtmenge aller verfügbaren Coins künstlich zu verringern und/oder hart zu deckeln. Bitcoin spielt hier mit seinem ausgeklügelten Meachnismus eine Sonderrolle, da bei BTC kein Burning stattfindet, aber sich das Halving ähnlich auswirkt. Für Dich als Anleger wichtig: Wie Token bei einer Kryptowährungen anfangs verteilt werden und wie Inflation im Konzept bekämpft wird, hat direkte Auswirkungen auf die wahrscheinliche Preisentwicklung. Sorgfältige Recherche zahlt sich deshalb aus. Im Fall Ethereum ist festzuhalten: Hohe Transaktionsgebühren werden auch 2022 noch für Unmut sorgen, doch Inflation ist bei ETH keine Gefahr mehr.


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