Finanzdienstleister Xendpay setzt auf Ripple

Mit Xendpay hat Ripple einen weiteren Kunden für sein RippleNet gefunden, der über das Netzwerk internationale Geldüberweisungen abwickelt. Xendpay verspricht sich von RippleNet Einsparungen bei Transaktionsgebühren und erheblichen Zeitgewinn.

Ripple begrüßt mit Xendpay einen weiteren international tätigen Finanzdienstleister als Nutzer von RippleNet. In einer Mitteilung betonte ein Sprecher von Xendpay: Wenn man zuvor etwa von Deutschland Euro nach Thailand in den dortigen Baht schicken wollte, musste mit 3 bis 4 Tagen Bearbeitungszeit gerechnet werden. Durch RippleNet seien die meisten solcher Überweisungen jetzt in weniger als 10 Minuten durchführbar. Durch RippleNet könne Xendpay nun zudem Transaktion auch für exotische Währungen wie den Ringgit aus Malaysia oder den Taka aus Bangladesch anbieten.

Hintergrund zu Xendpay und Ripple

Ripple tritt bei Xendpay nach den vorliegenden Informationen nur als RippleNet in Erscheinung, von einer Nutzung von Ripples Kryptowährung XRP ist bislang keine Rede. Xendpay mit Hauptsitz in London zählt nach eigenen Angaben etwa 50.000 Kunden und hat seit seiner Gründung im Jahr 2005 Überweisungen mit einem Volumen von mehr 5 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Im Gegensatz zu anderen Anbietern wie Western Union betreibt Xendpay keine Stellen, bei denen Fiat physisch ein- und ausgezahlt werden. Xendpay organisiert alle Überweisungen über Bankkonten und seine Internet-Präsenz. Der Service wirbt damit, dass Kunden bis zu bestimmten Beträgen freisteht, welche Gebühren sie zu zahlen bereit sind (Pay What You Want). Xendpay richtet sich Privatleute und Kleinunternehmen und bezeichnet sich selbst als ein Unternehmen, hinter dem „ethisch denkende Innovatoren“ stehen. Auch bei Ripple hebt Xendpay hervor, dass viele Menschen aus Entwicklungsländern auf Überweisungen von Verwandten und Freunden aus dem Ausland angewiesen sind und dabei Gebühren und Tempo entscheidende Rollen spielen.

Macht sich Ripple selbst Konkurrenz?

Ripple hatte sich erst im Juni mit einer Investition von 30 Millionen US-Dollar bei MoneyGram bei einem wichtigen internationalen Zahlungsdienstleister eingekauft und sich dabei auch die Verwendung von XRP garantieren lassen. Verglichen mit MoneyGram ist Xendpay ein kleiner Anbieter, doch das Kerngeschäft zielt in die gleiche Richtung. Auch bei anderen neuen Partnerschaften von Ripple wie mit American Express fallen Überschneidungen auf. Einerseits unterstreicht RippleNet damit seinen Anspruch, als ein Standard für grenzübergreifende Transaktionen in der klassischen Finanzwelt anzukommen. Andererseits ist wie jetzt bei Xendpay viel zu selten von XRP die Rede, die Mehrheit der Nutzer von RippleNet vertraut offenbar Fiat weiter mehr als XRP. Der Kurs von XRP hat sich aktuell im Jahresvergleich halbiert, vielen Anlegern scheint die Geduld auszugehen.


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