Was ist der Unterschied zwischen einer Soft Fork und einer Hard Fork?

Die Hard Fork beim Bitcoin Cash (BCH) war 2018 zweifelsohne eines der größten Ereignisse in der Welt der Kryptowährungen. Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter dem Begriff und was ist der Unterschied zwischen einer Hard und Soft Fork?

Wer im englischsprachigen Raum Essen geht, braucht eine „fork“, also eine Gabel. Aber Spaß beiseite: Wenn in der Krypto-Szene von Hard und Soft Fork die Rede ist, geht es nicht darum, wie stabil die Gabel ist, sondern darum, wie sich Netzwerke nach Code-Upgrades verhalten. Wo die Gabel vorher nur eine Zinke hatte, können plötzlich mehre Zinken aus dem gemeinsamen Stiel entstehen.

Sehen wir uns das Beispiel Hard Fork beim Bitcoin Cash (BCH) an: Dort war ein Hard Fork für den 15. November 2018 angesetzt. Ein Hard Fork bedeutet, dass das neue Protokoll in der Blockchain nicht abwärtskompatibel ist. Was beim BCH zunächst trotzdem als Routine-Angelegenheit gesehen wurde, um die Blockchain zukunftssicher zu machen, entwickelte sich als Kampf. In der Konsequenz spaltete sich BCH in zwei Nachfolgewährungen auf, weil sich die Community nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen konnte. Übrigens war auch der BCH aus einem Hard Fork beim Bitcoin (BTC) entstanden.

Trotzdem bedeutet Hard Fork nicht automatisch, dass sich eine Kryptowährung aufsplittet. Meist setzt sich ein Upgrade-Vorschlag durch, der von einer so klaren Mehrheit der Blockchain-Teilnehmer aufgespielt wird, dass in der Praxis für dich als Anleger alles beim Alten bleibt. Dadurch das eine Hard Fork nicht abwärtskompatibel ist muss die Mehrheit des Netzwerkes also die technische Änderung übernehmen. Und dennoch: Ein Hard Fork birgt immer das Risiko von Konfusion im Netzwerk und doppelter Anerkennung eines Coins im alten Netzwerk, welches das Upgrade nicht impliziert, und dem neuen, in dem der Coin im Protokoll weiter geführt wird. Die Blockchain ist bei einem Hard Fork bis zum Zeitpunkt des Upgrades dieselbe.

Blockchain Hard Fork erklärt

Soft Fork – die harmlose Variante

Ein sogenannter Soft Fork ist abwärtskompatibel, das neu aufgespielt Protokoll verträgt sich also mit der alten Variante. Soft Forks passieren ständig, sie sind kleine, oft nur kosmetische Updates. Verglichen mit Betriebssystem sind Hard Forks also eher neue Versionsnummern (von 11.0 zu 12.0) und Soft Forks kleine Upgrades (von 11.0 zu 11.1). Eine der bekanntesten Soft Forks bei Bitcoin war SegWit. Dabei wurde festgelegt, dass nicht mehr alle Informationen zu einer Transaktion in den Block geschrieben werden müssen, sondern ein Teil, (die Witness Signature) auch außerhalb des Blocks angehangen werden kann. Nicht alle haben im August 2017 sofort SegWit übernommen. Einige Miner, Börsen und Wallets haben damit noch einige Monate gewartet. Trotzdem kam es bei Bitcoin dadurch nicht zu einer Aufspaltung, da es sich wie gesagt um eine Soft Fork handelte, die abwärtskompatibel war.

Soft Fork erklärt

Warum sollte ich mich für Hard und Soft Forks interessieren?

Zumindest Hard Forks werden im Vorfeld detailliert angekündigt, um auszuloten, ob die Upgrade-Vorschläge eine klare Mehrheit finden. Daraus resultieren aber auch oft starke Kursschwankungen, im Fall von BCH war der Gesamtmarkt der Kryptowährungen betroffen. Richtungsweisende Entscheidungen im Maschinenraum von Kryptowährungen können Coins pushen oder ihrem Renommee schaden.


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