IOTA Token Migration hat begonnen – manche Kryptobörsen zögern

Bei IOTA hat sich am gestrigen Mittwoch wie geplant das Upgrade auf Chrysalis in Gang gesetzt. Zu dem damit verbundenen Übertragen von Guthaben auf IOTA 1.5 gibt es für Anleger wichtige Neuigkeiten.

IOTA 1.5 ist durch den gestern gestarteten Abschluss von Chrysalis zwar bereits teilweise Wirklichkeit. Aber Anleger dürfen sich zurecht wundern, warum dieser technologische wichtige Fortschritt nach jahrelanger Vorbereitungszeit nicht so bequem und reibungslos verläuft wie versprochen. Denn der Teufel liegt im Detail: Wer ab dem 28. April noch mit IOTA im eigentlichen Tanglenet agieren möchte, auch zu Handelszwecken, muss seine Guthaben zuvor migrieren lassen. Die IOTA Stiftung verweist dafür in einem tagesaktuellen Blogbeitrag auf die neue offizielle Wallet Firefly als einzig empfohlenen Weg, um die Migration sicher zu bewerkstelligen. Doch was ist in anderen Fällen?

IOTA migrieren – hier lauern Fallstricke

Die eigentlich schon für jetzt angekündigte automatische Migration von IOTA Token in den Hardware Wallets von Ledger wurde auf „demnächst“ verschoben. Falls Du IOTA auf einer Ledger Nano S oder Ledger Nano X hältst, sollst Du sie deshalb stattdessen auf das Konto bei einer Kryptobörse verschieben oder auf einen nicht von Ledger generierten eigenen Seed. Empfohlen wird aber von der IOTA Stiftung, das – zeitlich unbestimmte – Update bei Ledger abzuwarten.

Doch zur Erinnerung: Ab dem 28. April wird das alte Tanglenet 1.0 nur noch bedingt zur Verfügung stehen und IOTA, mit denen gehandelt werden soll, müssen grundsätzlich auf Chrysalis emigriert sein. Hier liegt auch das Problem für diejenigen, welche ihre IOTA über die bisherige offizielle Wallet Trinity in der Mobilversion verwalten. Sie müssen die Migration händisch auf Firefly anschieben, was bisher nur in einer Desktop Version vorliegt.

Ähnlich unbefriedigend ist die Situation für IOTA, die bei Kryptobörsen lagern. Auch hier sind die Vorbereitungen nicht soweit gediehen, wie oft von der IOTA Stiftung suggeriert. In der aktuellen Liste sind es nur Bitpanda und Bitfinex, die zum 28. April Chrysalis voll unterstützen werden und damit auch Dir uneingeschränkte Möglichkeiten bieten.

Binance will – ohne genaues Datum – Chrysalis nach dem Start vom 28. April implementieren, so die IOTA Stiftung. OKEx und Huobi arbeiten daran, im Mai fit für IOTA 1.5 zu sein. Auch Upbit arbeite an der Umsetzung von Chrysalis, nenne aber kein Zieldatum. Laut IOTA Stiftung wurden Bittrex und Liquid über die notwendigen Anpassungen zu Chrysalis informiert, doch man habe von dort bisher keine Rückmeldungen erhalten. eToro fehlt vollständig in der von IOTA zur Verfügung gestellten Liste zum Stand von wichtigen Kryptobörsen in Bezug auf Chrysalis. Da User aber bei eToro keine IOTA abheben oder einzahlen können wird es hier auch zu keiner Einschränkung beim Handel kommen.

Fazit: IOTA verstrickt sich bei praktischer Umsetzung von Chrysalis

Bei den verspätet zur Verfügung gestellten offiziellen Informationen zur Migration bei IOTA will man sich kaum noch vorstellen, wie sich professionelle Anwender aus der Industrie mit selbst entwickelten Wallets fühlen müssen. Wortreich erklärt IOTA jetzt auch, dass sehr kleine Guthaben („Dust“) bei der Migration verloren gehen oder gar nicht zu IOTA 1.5 mitgenommen werden können. Die Wallet Firefly als Problemlöser stößt hier offenbar an ihre Grenzen. Aber noch misstrauischer macht der Blick ins Archiv: Vor gut einem Jahr stand IOTA für Wochen still, weil in der damals offiziellen Wallet Trinity eine Sicherheitslücke von Angreifern ausgenutzt wurde.

IOTA zufolge sind seit gestern gut 3 Prozent aller IOTA Token schon in Richtung Chrysalis transferiert worden. Ob das Verfahren dann oft doch zu kompliziert ist oder ob Vertrauen fehlt, um notwendige Dynamik in den Prozess zu bringen, lässt sich schwer einschätzen. Jedenfalls drängt sich der Eindruck auf, dass die IOTA Stiftung die grundlegende und geldwerte Migration von Guthaben besser hätte vorbereiten können mit den erheblichen Zeitreserven bei der Vorbereitung.


Wer noch keine Bitcoins oder IOTA hat kann diese hier kaufen: 

3 Kommentare

  1. Verkauft Verkauft… wir sehen in 2 Wochen denke ich die 0,30 – 0,40 Euro wieder.

    Ich für meinen Teil habe gestern 80% abgestoßen bei 1,49 Euro.

    Lieber mitnehmen was geht.
    Keine Anlageberatung, nur meine persönlich und reale Einschätzung !

    • KryptoMaster is here 4 the #tech 😉
      Wenn Du bei einem Dip dieser Größe nervös wirst solltest Du wohl lieber die Finger vom Krypto Markt lassen… nicht nur IOTA ist im Preis gefallen sondern der gesamte Markt ist mal wieder dem Bitcoin gefolgt.

      • Sehe ich auch so.
        IOTA ist das einzig deutsche Projekt und wird keineswegs so einfach verschwinden. Umsetzungsprobleme sind ein deutsches Problem unserer Zeit.
        Sollte IOTA tatsächlich wieder in zwei Wochen bei 30..40 Cent landen, wird halt kräftig nachgekauft.
        Ansonsten erinnere ich gerne mal einen einen großen Börsenguru, der empfahl, öfter mal eine Schlaftablette zu nehmen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*