IOTA startet Übergang zu Chrysalis mit Token Migration

Bei IOTA beginnt am heutigen Mittwoch nach Selbsteinschätzung ein neues Zeitalter. Mit dem Freischalten der Token Migration wird der Übergang zu IOTA 1.5 aka Chrysalis angestoßen. Das müsst ihr dazu wissen.

Schon am frühen Mittwochmorgen hat sich Dominik Schiener als Chef bei IOTA per Twitter zu Wort gemeldet. Heute sei der Tag, an dem IOTA Flügel wachsen und man Richtung Chrysalis wandere. Dieser Tag werde ganz einfach super („awesome“), meint Schiener. Sein Optimismus stützt sich darauf, dass tatsächlich ab dem heutigen Mittwoch das Protokoll Chrysalis für IOTA 1.5 breit zur Anwendung kommt und damit technologisch einen großen Sprung vorwärts demonstrieren soll. Für Dich als Anleger ist es wichtig, hierbei zwischen zwei Daten zu unterscheiden. Von heute (21. April) an ist es möglich, seine IOTA schon auf das Tanglenet 1.5 zu schicken. Am 28. April dann wird IOTA 1.5 zum neuen Standard für das Netzwerk.

https://twitter.com/DomSchiener/status/1384749673467027456

IOTA migrieren – gar nicht so schwer

Wer schon jetzt seine IOTA in das ab nächsten Mittwoch geltende Protokoll übertragen möchte, macht dies am besten mit der neuen IOTA Wallet Firefly. Firefly leitet euch durch den Migrationsprozess, Details dazu und zu Sicherheitsaspekten haben wir hier für euch zusammengefasst. Dort erfahrt ihr genau was ihr machen müsst.

Es besteht aber kein Grund zur Eile, den einmal nach Chrysalis übertragene IOTA werden erst ab 28. April wieder handelbar sein. Dann wollen auch die führenden Kryptobörsen wie Binance auf IOTA 1.5 technologisch vorbereitet sein und dort lagernde IOTA Guthaben migrieren lassen.

Und auch wer bis zum 28. April noch keine Zeit oder Lust hat, sich um seine IOTA zu kümmern, muss keine Panik schieben. Die Stiftung hat zugesagt, dass „alte“ IOTA mindesten bis zum Start von IOTA 2.0 (Coordicide) übertragen werden können, was nach derzeitigem Zeitplan Ende 2021 bedeutet.

IOTA 1.5 – das sind die Vorteile

Im Alltag wird sich das Update Chrysalis zu IOTA 1.5 zunächst durch schnellere Transaktionen ausdrücken. Weniger als 10 Sekunden soll eine Bestätigung im Tanglenet künftig dauern und den Durchsatz auf über 1.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) erhöhen. Im Hintergrund wird dies durch ein von Grund auf erneuertes Protokoll bewerkstelligt, welches auch die Sicherheit bei IOTA stärken soll.

Für IOTA 1.5 angekündigte wichtige Features lassen aber noch auf sich warten, etwa Colored Token, mit denen bei IOTA NFTs, Stablecoins und mehr möglich würden. IOTA will sich grundsätzlich Richtung DeFi öffnen, doch es mangelt dafür noch an Basis Modulen wie Smart Contracts und Oracles. All diese Funktionalitäten befinden sich bei IOTA in der Entwicklung und Optimisten glauben, dass sie auch unter Chrysalis bereits funktionsfähig werden könnten. Skeptiker glauben an DeFi unter IOTA erst mit Coordicide und der damit verbundenen Abschaffung des zentralen Koordinators. Dieser Schritt soll mit IOTA 2.0 passieren und wird für Ende des Jahres erhofft.

IOTA erneuert sich

IOTA spaltet die Kryptoszene regelmäßig, was eng mit der über Jahre hinweg fragwürdigen Außenkommunikation der IOTA Stiftung unter David Sønstebø zusammenhing. Sønstebø wurde bekanntlich im Dezember 2020 bei der IOTA Stiftung vor die Tür befördert und seitdem schwingt Dominik Schiener das Zepter. Schiener zeigt sich seit Monaten in der Pose eines tiefenentspannten Vordenkers im Kimono, der wieder und wieder revidierte Zeitpläne bei IOTA in ein fernöstliches Geduldspiel mit Erkenntnisgewinn umdeutet. Doch Schiener hat jetzt vorzeigbare Ergebnisse mit Chrysalis und dürfte seinen ohnehin fast unangreifbaren Status bei der IOTA Stiftung damit zementieren. So wird Schiener auch mehr und mehr zum neuen Gesicht der IOTA Erneuerung neben den technologischen Details, für die sich Anleger oft nur am Rand interessieren.

Fazit: IOTA 1.5 startet etappenweise, Kurs stagniert vorerst

Die Umstellung auf IOTA 1.5 gestreckt über eine Woche zu bewerkstelligen, macht bei der Menge der betroffenen Token und ihrer Marktkapitalisierung von mehr als 6 Milliarden US-Dollar logisch Sinn. Falls unerwartete Probleme auftreten, kann IOTA mit dem Koordinator die Notbremse ziehen. Unterdessen hat der Kurs von IOTA auf den von Schiener beschworenen besonderen Tag bis am Mittwochvormittag nicht bemerkbar reagiert, befindet sich aber bei einem Niveau von über 2 US-Dollar schon seit rund zehn Tagen auf einem erfreulichen Niveau.


Wer noch keine Bitcoins oder IOTA hat kann diese hier kaufen: 

3 Kommentare

  1. So wie ich es verstehe, wird nach IOTA 2.0 (Coordicide) keine Möglichkeit mehr geben seine Tokens zu übertragen.
    Und es ist ja sehr wahrscheinlich, dass ein paar IOTA Token mit der Zeit verloren gegangen sind.
    Meine Frage: wird sich dann der Circulating Supply verändern?

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