IOTA tritt CHAISE bei – EU-Konsortium soll Blockhain Studium entwickeln

Die IOTA Stiftung beteiligt sich an dem in Gründung befindlichen Konsortium CHAISE, welches von der EU für vier Jahre finanziert wird. CHAISE will ein förmliches Studium zum Blockchain Spezialisten ermöglichen.

Blockchains und verwandte Lösungen für Distributed Ledgers finden längst Einzug in den Alltag, ein jüngeres Beispiel dafür sind digitale Impfpässe. Laut IOTA Stiftung aber fehlen der innovativen Branche systematisch ausgebildete Experten. Abhilfe soll ein Zusammenschluss von „Pionieren“ schaffen, die mitsamt IOTA unter dem Namen CHAISE agieren. An CHAISE beteiligen sich etwa auch Fujitsu, die Allianz für geprüfte Blockchain Anwendungen INATBA und die Universität Lyon. CHAISE will ein Studienprogramm entwickeln, welches in fünf Semestern technologisches Wissen rund um Blockchains und Distributed Ledgers vermittelt sowie zudem Führungsqualitäten trainiert.

CHAISE hat bereits eine Finanzierungszusage für die kommenden vier Jahre von der EU erhalten, baut aber seine Online-Präsenzen erst noch aus. Für die IOTA Stiftung spricht Holger Köther, zuständig für Partnerschaften, von einem wichtigen Schritt, um Europas führende Rolle in Sachen Blockchains und Distributed Ledgers zu verteidigen. Hingewiesen wird auch auf die Expertise von IOTA für Anwendungen im Bereich Internet der Dinge (IoT). Welche Summen für CHAISE bereitstehen und welchen Zeitplan sich das Konsortium gibt, ist bisher nicht bekannt.

IOTA und förmliche Ausbildung – kurzer Hintergrund

CHAISE ist nicht der erste Versuch der IOTA Stiftung, im Bildungssektor Fuß zu fassen. Schon im Frühjahr 2019 gründete man mit Partnern eine IOTA Akademie, an Universitäten wie Wien und in Italien ist IOTA an diversen Projekten beteiligt. Beobachter halten diese Strategie grundsätzlich für sinnvoll, um IOTA als Standard zu etablieren. Die Idee: Wenn schon Studenten IOTA als Beispiel für automatisierte Netzwerk im Detail kennenlernen, werden sie auch später im Arbeitsleben IOTA gegenüber Mitbewerbern bevorzugen.

Kritiker bemängeln, dass IOTA bis zum für Ende 2021 erhofften Upgrade Coordicide kein wirklich dezentrales Netzwerk darstellt und deshalb die an eine Blockchain gestellten Aufgaben wie Manipulationssicherheit nicht vollständig erfüllt. Einigkeit besteht darüber, dass in der EU Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften für die Kryptobranche besteht und zertifizierte Studienprogramme einen Fortschritt markieren würde.

Fazit: IOTA im Aufwind?

Die IOTA Stiftung ist bekannt für eine Vielzahl von Kooperationen in Feldern von Industrie bis Bildung, nicht alle Projekte bringen auch konkrete Ergebnisse hervor. Anleger schauen parallel darauf, ob der interne technologische Erneuerungsprozess hin zu IOTA 1.5 und IOTA 2.0 wie versprochen funktioniert. Dort soll noch im März mit dem Abschluss von Chrysalis aka IOTA 1.5 ein Meilenstein erreicht werden.


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1 Kommentar

  1. Das Problem ist nur, dass der Durchschnittsinvenstor doch nichteinmal versteht, wieso der Coordinator in der Industrie nur eine zweitrangige Rolle spielt (auch wenn der selbstverständlich abgeschafft gehört). Und am Ende (und das ist das schöne) wird IOTA zum Glück nicht von Investoren getrieben die nichtmal in der Lage wären eine Blockchain zu erklären, sondern von Experten der IoT Domäne. Und genau das macht IOTA besonders. Trotz der massiven Kritik von fachfremden Investoren, setzt sich IOTA zunehmend technologisch durch, weil die Experten nicht nur das Potential, sondern bereits die heutigen Fähigkeiten verstehen und für sich nutzen.

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