Können Bitcoin Miner den Kurs von BTC beeinflussen?

Bitcoin Miner spielen unter Umständen bei der Preisbildung von BTC im Tagesgeschäft eine wichtigere Rolle als manchmal angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Experten durch Datenanalyse.

Nicht erst das Bitcoin Halving vom Mai hat den Blick von BTC-Anlegern darauf trainiert, auch das Verhalten der Miner im Auge zu behalten. Wo liegen kritische Preisgrenzen für Miner, bei denen sich ihr Geschäft nicht mehr lohnt? Steigen Mining Pools bei BTC aus, um potenzielle gewinnträchtigere Altoins zu schürfen? Wenn verkaufen die Miner ihre BTC eigentlich genau? Solche Fragen sind ein Puzzlestück bei der Suche nach der Antwort, wohin sich der Kurs von Bitcoin entwickelt.

Bitcoin Miner und der Gesamtmarkt von BTC

An den meisten Tagen sind es Mining Pools wie F2Pool, Poolin oder Antpool, die das Gros der Eingänge von Bitcoin bei den Kryptobörsen ausmachen. Zwischen 30 und 40 Prozent ist ihr Anteil. Jeweils zwischen 10 und 20 Prozent der BTC, die im Tagesgeschäft an den Kryptobörsen verkauft werden, kommen von privaten Wallets und von Unternehmen, die BTC als Zahlungsmittel akzeptieren. Der große Rest der eingehenden Bitcoin an Kryptobörsen kommt von anderen Exchanges, hier wird etwa mit Preisunterschieden spekuliert.

Miner haben hohe Betriebskosten und sind deshalb auf einen stetigen Geldfluss angewiesen. Da ihre Kosten meist in Fiat beglichen werden müssen, sind sie auch wenig an Spekulationen mit Währungspaaren von BTC zu Altcoins wie Ethereum (ETH) interessiert. Um festzustellen, wann Miner ihre Bitcoin auf den Markt bringen, ist das Miners Rolling Inventory (MRI) der geeignete Indikator. Er bemisst, ob Miner Bestände auf- oder abbauen. 100 Prozent MRI bedeutet also, dass sie exakt gleichviel BTC verkaufen wie schürfen. Bei niedrigeren MRI-Werten werden von Minern mehr Bitcoin verkauft als geschürft, bei einem MRI von mehr als 100 Prozent verhält es sich umgekehrt. Bei Bytetree lässt sich der MRI von Bitcoin () in Echtzeit verfolgen.

Wer den MRI über Tage verfolgt, merkt schnell: Die einfache Annahme, dass Miner auf höhere Preise warten, bis sie ihre BTC verkaufen, stimmt so nicht. Denn selbst an Tagen, an denen der Kurs von BTC deutlich nachlässt, verkaufen Miner manchmal mehr BTC als sie schürfen. Stattdessen scheint für sie entscheidend zu sein, ob überhaupt genügend Kauforder vorliegen, der Markt ihre neuen BTC also absorbieren kann. In dieser Hinsicht ist der Trend 2020 positiv, die Miner bringen ihre BTC gegen Fiat in den Umlauf, der MRI der letzten 12 Wochen liegt zwar immer noch über 100 Prozent, sinkt aber insgesamt stetig.

Fazit: Miner gehen aktuell von starkem Bitcoin Markt aus

Wie der MRI ganz genau zu interpretieren ist, gleicht einer Gewissensfrage. Er beweist aber aktuell, dass Miner den Markt von Bitcoin als solchen erleben, der ihre wertvollen Block Awards bereitwillig abnimmt, um 900 Bitcoin sind das nach dem Halving täglich. Manche Experten sehen dies als Anzeichen für einen kommenden Bullenmarkt. Andere verweisen auf die These, dass große Mining Pools BTC notfalls auch zu schlechten Preisen verkaufen, um kleinere Miner vom Markt zu drängen. Es lohnt sich für Dich als Anleger jedenfalls, den MRI für Kursprognosen nicht zu unterschätzen, denn im „Neugeschäft“ mit Bitcoin sind die Miner treibende Kraft.


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