Mir platzt die Wallet – Brief von Satoshi

Ein Bitcoin ist jetzt 47.000 US-Dollar wert. Ein Jahresgehalt der Kassiererin nebenan. Für Elon Musk wohl Peanuts. Bitcoin sollte einmal den arroganten Notenbanken die lange Nase zeigen.

Vielen stellen sich mich, den Erfinder von Bitcoin, gerne als hageren Revolutionär vor. Satoshi Nakamoto heiße ich und bin anonym geblieben. Ob ich das gut finde, wenn sich das Establishment jetzt Bitcoin einverleibt?

Aus Revoluzzern werden selten Millionäre. Vielleicht bin ich deshalb arm geblieben. Meine Bitcoin habe ich nicht angerührt. Nicht für US-Dollar verkauft und auch nicht für Euro. Denn dann würde meine Anonymität flöten gehen.

Ich befürchte: Der Charme der Alternative verschwindet bei Bitcoin. Die Revolution frisst ihre Kinder.

Herzlichst

Dein

Satoshi Nakamoto


Mir platzt die Wallet (von Satoshi Nakamoto) ist eine wöchentliche Kolumne, die immer Sonntags erscheint. Zur Verfügung gestellt wird sie uns von einem anonymen Autor. 

7 Kommentare

  1. „Meine Bitcoin habe ich nicht angerührt. Nicht für US-Dollar verkauft und auch nicht für Euro. Denn dann würde meine Anonymität flöten gehen.“

    Atomic Swaps zwischen BTC und Monero sind bald möglich. Dann kann er dezentral, also ohne Börse oder Mittelsmann, seine verfolgbaren BTC in anonyme und fungible XMR tauschen.

  2. Woher stammt der Text? Und ja, er stimmt nachdenklich und trifft – nach meiner Meinung – genau den Punkt. Wenn man wirklich gesellschaftliche Veränderungen herbeiführen möchte, reicht es eben nicht, das Währungssystem zu ändern. Kapital konzentriert sich unter den gegebenen gesellschaftlichen Voraussetzungen immer! Abgesehen von einer gewissen Anzahl besonders „ausgeschlafener“ Early-Adopters, welche die Chance ihres Lebens bekommen, ändert sich nichts. Der Großteil des Supplies wird von den ohnehin Vermögenden absorbiert und alles geht weiter wie gehabt… Große gesellschaftliche Veränderungen, wie sich wohl so manche jungen Enthusiasten immer noch erhoffen, werden nicht passieren, imo.

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