NASDAQ-Chefin: Kryptowährungen haben rosige Zukunftschancen

Adena Friedman CEO Nasdaq

Bitcoin und Co. verfügen nach Ansicht von Adena Friedman, CEO der NASDAQ, über ein enormes Potenzial. Das Thema Kryptowährungen sei an einem Punkt angelangt, an dem sich entscheide, ob ein breiter Durchbruch gelinge oder digitale Währungen ein Nischenprodukt bleiben.

Die 1971 gegründete NASDAQ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) ist unter den Börsen der Welt etwas Besonderes. Vor fast 50 Jahren war die NASDAQ die erste vollelektronische Börse, heute gilt sie hinter der New York Stock Exchange als zweitgrößte Börse der Welt. Wenn sich also NASDAQ-Chefin Adena Friedman über Kryptowährungen auslässt, hören die Marktteilnehmer genau hin. Vor dem Weltwirtschaftsforums in Davos postete Friedman bei LinkedIn eine Art Zukunftsprognose. Dabei ist ein Teil unter der Überschrift „Kryptowährungen könnten immer noch eine globale Währung der Zukunft sein“ für uns besonders relevant. Friedman skizziert zwei Szenarios: Kryptowährungen könnten wie etwa das Internet in der Allgemeinheit ankommen. Oder sie könnten wie Segway eine Idee bleiben, denen der ganz große Durchbruch versagt bleibt.

Kryptowährungen in der NASDAQ-Analyse

Die NASDAQ sieht sich bewiesenermaßen zu Recht als Unterstützer neuer Technologien und marktrelevanter Ideen. Was dort gehandelt wird, kann die Zukunft sein. Friedman konstatiert, dass „der Bitcoin die Welt im Sturm erobert hat“. Mittlerweile seien es Tausende von Kryptowährungen, die um die Gunst von Investoren buhlen. Damit sei der erste Zyklus einer klassischen Erfindung abgeschlossen. Dieser beginne durch Pioniere, setzte sich dann mit Hype und Nachahmern fort und stoße nicht zuletzt auf eine gewisse Dosis Realität. Jetzt, im zweiten Zyklus, entscheide sich das Schicksal großer Erfindungen, so Friedman.

Um sich wie das Internet absolut durchzusetzen, seien Anwendungen nötig, welche die Gesellschaft überzeugen und wirtschaftliche Möglichkeiten bieten. Friedman räumt Kryptowährungen dieses Potenzial ausdrücklich ein. Doch es könne auch so kommen, dass wie beim Segway eine Erfindung in ihrer Nische stecken bleibt, weil im Umfeld nicht genügend geldwerte Geschäftsmodelle entstehen und die Masse das Produkt nicht annimmt. Friedman sieht die globalen Investments in Kryptowährungen als positives Vorzeichen. „Kreativität und Genialität“ würden Bitcoin attraktiv machen.

Das große Fragezeichen für die Zukunft von Kryptowährungen markiert Friedman in den Themenfeldern Regulierung, Transparenz und institutionelle Anleger. Die NASDAQ selbst sehe sich als Unterstützer, ein Beispiel dafür sei das eigene Investment in die Plattform ErisX. Anleger bräuchten eine gewisse Sicherheit beim Handel mit Kryptowährungen und verwandten Finanzprodukten. Die NASDAQ als etablierte Börse könne diese garantieren, so Friedman.

Was fällt auf bei NASDAQ und Kryptowährungen?

Interessanterweise erwähnt Friedman das Vorhaben, Bitcoin Futures an der NASDAQ handelbar zu machen, mit keinem Wort. Und die Sympathie, die sie Kryptowährungen entgegenbringt, schüttet sie in ihrem Positionspapier auch in Richtung kommerzielle Raumfahrt, Künstliche Intelligenz und Mega-Unicorns aus. Wahrlich keine schlechte Nachbarschaft für digitale Währungen, aber auch ein Blick über den Gartenzaun – so lässt sich das wohl zusammenfassen. Im Wettstreit zukunftsweisender Ideen sind es eben nicht nur Bitcoin, Ethereum, IOTA und andere, die miteinander konkurrieren. SpaceX, Facebook, AirBnB oder Amonzons Alexa sind ebenfalls für Investoren interessant und teils bereits in Sachen institutionelle Anleger einen Schritt weiter als der Bitcoin. Dreh- und Angelpunkt bleibt demnach aus Sicht von Börsen, wie sich das dezentralisierte (und anonyme) Konzept von Kryptowährungen so feinjustieren lässt, dass sie in der Mitte der Gesellschaft ankommen und angewendet werden.


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