Neue Kryptobörse Bullish unter EOS mit prominenten Investoren

Das Kryptounternehmen Block.one steht für EOS und hat jetzt die Gründung einer neuen Kryptobörse Bullish angestoßen. Die 10 Milliarden US-Dollar Startkapital stammen teils von sehr bekannten Investoren.

Braucht die Kryptobranche noch eine Kryptobörse mehr? Block.one und Investoren wie Peter Thiel und Mike Novogratz beantworten die Frage mit Ja. Bullish soll die kommende Handelsplattform heißen, schreibt Block.one in einer Pressemitteilung. Block.one hat einst bei der ICO von EOS Milliarden eingesammelt, tut sich aber seitdem schwer damit, die eigene Blockchain EOSIO in populäre Anwendungsfälle einzubringen. Jetzt hat Block.one für Bullish 10 Milliarden US-Dollar als Startkapital organisiert, bei der 300 Millionen von externen Investoren kommen.

Der deutschstämmige Peter Thiel etwa wurde durch frühe Investments in PayPal und Facebook reich und soll bei Bullish auch als Berater tätig einsteigen. Mike Novogratz gehört zu den frühen Bitcoin Milliardären. Andere prominente Namen bei Bullish sind die Milliardäre Alan Howard und Louis Bacon. Laut Block.one soll Bullish die Vorteile von zentralisierten und dezentralisierten Kryptobörsen auf einer Plattform zusammenbringen. Technologische Grundlage werde die EOSIO Blockchain. Seit Bekanntwerden der Nachricht zu Bullish hat EOS um fast 50 Prozent im Preis zugelegt.

Kommt mit Bullish eine Comeback von EOS?

Bullish wird fast ausschließlich von Block.one vorfinanziert, das hauptsächlich 164.000 Bitcoin (BTC) beisteuert, die bei aktuellen Kursen etwa 9 Milliarden US-Dollar wert sind. Von den großen externen Namen kommen zusammen „nur“ 300 Millionen US-Dollar für Bullish, hier setzt Block.one also auf den Werbeeffekt. Ein Startdatum für Bullish ist vage mit 2021 angegeben. Immerhin sind für das Portfolio von Bullish auch gleich Bereiche wie Kreditgeschäfte und automatisierte Vermögensverwaltung angekündigt. Damit hat Bullish zwar nicht unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal, aber immerhin ein solides Fundament von nachgefragten Diensten in Sinn.

Der Erfolg von Bullish wird davon abhängen, ob neue Kundengruppen erschlossen werden können oder tatsächlich Nutzer von etablierten Plattformen wie Binance und Coinbase zu Bullish wechseln. Zu erwarten sein dürfte auch ein eigenen Token von Bullish, wie Binance mit BNB und FTX mit FTT vorgemacht haben. Stimmt am Ende das Gesamtpaket, könnte Bullish indirekt auch EOS neuen Schwung verleihen.

Fazit: Viel Tamtam um Bullish

Wer die Ankündigung zu Bullish kritisch liest, merkt: Hier wird mit einer Riesensumme geworben, die überwiegend nur Liquidität für die kommende Kryptobörse bedeutet. Denn die konkreten Personal- und Entwicklungskosten für Bullish dürften sich vorerst auf weit unter 1 Milliarde US-Dollar belaufen. Ein ähnliches Schema gilt für die prominenten Namen hinter Bullish, deren individuelle Investments in einem für Milliardäre sehr überschaubaren Rahmen bleiben. Der globale Markt für Kryptobörsen ist hart umkämpft und in den USA mit Coinbase ein Mitbewerber etabliert, der aus seinen Gewinnen weiter viel PR und inhaltliche Weiterentwicklung finanziert. Um Binance hat sich mit der Blockhain BSC schon ein DeFi Ökosystem gebildet. Bullish wird also zum Start viel Vorsprung aufholen müssen. Ein Pionier wird Block.one mit Bullish auf jeden Fall nicht mehr.


Wer noch keine Bitcoins oder EOS hat kann diese hier kaufen: 

1 Kommentar

  1. Leider bin ich jetzt nicht schlauer geworden. Lohnt sich EOS jetzt wieder zu kaufen oder soll ich es jetzt lassen. Von Bullish hab ich um ehrlich zu sein noch nicht viel gehört, daher schreckt es mich eher ab. Jetzt bin ich verunsichert. Ich glaube ich bleibe bei den alten und halte mich an meine „Anleitung“. Danke für den Beitrag, wenigstens weiß ich, dass ich Bullish ignorieren kann.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*