Plötzlich Reich: 60 % der Bitcoin-Anleger beklagen negative Auswirkung auf Beziehungen, doch trotzdem schreitet Krypto-Implementierung unbeirrt voran

60 Prozent der Bitcoin-Anleger sind der Auffassung, dass sich ihr Glaube an die Kryptowährung und ihr Investment negativ auf ihre persönlichen Beziehungen auswirken. Bei jenen Anlegern, die sogar bis zu 50 bis 75 Prozent des Nettovermögens in Bitcoin, Ethereum & Co. investiert haben, berichten sogar 94 Prozent über negative Auswirkungen, so eine neue Infografik von Block-Builders.de

Die enormen Kurssprünge verhalfen zahlreichen Anlegern binnen kürzester Zeit zu Reichtum. Zwar zeigen Studien auf, dass ein hohes Einkommen bis zu einem gewissen Grad mit einer höheren Lebenszufriedenheit korreliert. Allerdings ist die Suizid-Quote unter einkommensstarken Menschen auch größer, so die Ergebnisse einer Erhebung, welche im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Auch neuere Erhebungen bestätigen den Befund. Vor allem aber, so scheint es, kann ein schneller wirtschaftlicher Aufschwung Komplikationen für Beziehungen nach sich ziehen.

Wenn eine Person in einer Beziehung in Kryptos investiert und der Partner ein vehementer Gegner ist, entstehen natürliche Belastungen […] Wenn eine Person Papiermillionär wird oder alles verliert, kann sich die Wahrnehmung beider Parteien zueinander verändern„, so die Ausführungen von Jeffrey Halley vom Broker Oanda.

Geld und Beziehungen

Indes zeigt die Infografik, dass Offenheit und Gleichberechtigung bei den Finanzen für 83 Prozent der Deutschen wichtig für eine glückliche Beziehung sind. Dies führt vor Augen, dass der finanzielle Bereich durchaus große Auswirkungen auf Partnerschaften und das soziale Gefüge haben kann.

Ungeachtet der aufgezeigten Entwicklung befinden sich Kryptowährungen im Aufwind, und dies gleich in mehrerlei Hinsicht: einerseits gingen die Kurse in den vergangenen Monaten durch die Decke, andererseits sind immer mehr Bürger geneigt, die digitalen Währungen auch tatsächlich einzusetzen. 4 von 10 Personen erwarten, dass sie im kommenden Jahr Kryptowährungen für Zahlungen nutzen werden.

Trotz der starken Preissteigerungen war die Google-Nachfrage für den Suchbegriff „Kryptowährungen“ 2017 noch größer, als heutzutage. Aktuell notiert der Google-Trend-Score, welcher das relative Suchvolumen angibt, auf dem Wert von 75, wobei 100 für das größtmögliche Volumen steht (5-Jahres-Rückblick).

Genauso wie ein ökonomischer Abstieg, kann auch das Gegenteil belastend für das eigene Wohlbefinden und soziale Beziehungen sein. Bereits der Soziologie und Ethnologie Émile Durkheim sah im rasanten Aufstieg einen desorientierenden Prozess. 

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