NFT Kunstwerk mit Rekordpreis – Justin Sun von TRON (TRX) fühlt sich verschaukelt

Umgerechnet gut 69 Millionen US-Dollar sind bei der Versteigerung eines NFT Kunstwerks erzielt worden. Zunächst hieß es, Tron Gründer Justin Sun habe die Auktion gewonnen. Doch Sun würde überboten und beschwert sich.

Am Donnerstag Abend hat die Kunstwelt eine jetzt schon historische Auktion erlebt: “Everydays: the First 5,000 Days” als digitales Kunstwerk ist als NFT (Non-Fungible Token) auf den Markt gekommen und hat 60,25 Millionen US-Dollar plus gut 9 Millionen Auktionsgebühren bei Christie´s eingespielt. Mittendrin in einer spektakulären Bieterschlacht um das NFT von Künstler Beeple befand sich Justin Sun, der Gründer von TRON (TRX). Sun hatte schon 2019 bei der Versteigerung eines Charity-Essens mit Investorenlegende Warren Buffet ein lockeres Verhältnis zum Geld an den Tag gelegt und zuletzt auch bei Versteigerungen von historischen Twitter Post als NFTs. Nachdem bei Beeples NFT der letzte Hammer fiel, hieß es zunächst, Justin Sun habe den Zuschlag erhalten.

Erst nach langen Stunden dann meldete sich Sun per Twitter am Freitagmorgen zu Wort und stellte klar: Er habe sich zwar an der Auktion beteiligt und auch ein Angebot von 60 Millionen US-Dollar plus Gebühren abgegeben. Dieses Gebot sei dann quasi in letzter Sekunde um 250.000 US-Dollar überboten worden. Sun ging davon aus, dass somit wieder 90 Sekunden Zeit für ein weiteres Gebot von ihm zur Verfügung stehen würden. Er wollte auf 70 Millionen US-Dollar erhöhen, doch aus bislang nicht endgültig geklärten Gründen sei dieses Gebot nicht vom Computersystem von Christie´s akzeptiert worden. Sun fordert, dass solche Auktionen künftig transparent auf Blockchain-Basis organisiert werden sollen. Wem das digitale Kunstwerk jetzt gehört, bleibt vorerst unbekannt, Christie´s spricht von einem Bieter, der anonym bleiben will.

Wie NFTs die Kunstwelt revolutionieren (können)

Die gut 60 Millionen US-Dollar kommen jetzt Beeple direkt zu, der mit bürgerlichem Namen Mike Winkelmann heißt, und sein seit 2013 collagiertes Kunstwerk bei Christie´s selbst einlieferte. “Everydays: the First 5,000 Days” ist jetzt das drittteuerste Werk eines lebenden Künstlers in der Kunstgeschichte, getoppt nur von den weithin bekannten Stars Jeff Koons und David Hockney . Doch deren Stücke waren weiterverkauft worden, sie strichen die Rekordsummen nicht selbst ein. Beeple kommentierte die Sensation per Twitter mit “Heiliger Scheiss“.

Sprecher von Christie´s berichteten, dass sich bei der Auktion viele vorher unbekannte Teilnehmer angemeldet und beteiligt hätten. Mit diesem NFT hat Christie´s also eine neue, reiche Bietergruppe angelockt, die das Prinzip NFT faszinierend findet. Tatsächlich darf man sich fragen, ob es überhaupt für NFTs noch klassische Auktionshäuser braucht oder diese digital und unabhängig stattfinden können. Denn die Gebühren von gut 9 Millionen US-Dollar und damit rund 15 Prozent des Gesamtpreises sind eine staatliche Summe, die weitgehend eingespart werden könnte. Nicht bekannt ist auch, ob Beeple in sein NFT eine Klausel einprogrammiert hat, die ihn bei Weiterverkäufen automatisch prozentual beteiligen würde. Mit anderen Worten: Durch den Einzug von NFTs in den Kunstmarkt ergeben sich Optionen für neue Geschäftsmodelle und weitere Innovationen sind zu erwarten.

Fazit: “Kunstsammler” Justin Sun muss sich gedulden

Die Kunst von Beeple mitsamt Teilen von “Everydays” lässt sich auf dessen Webseite bestaunen. Für die riesige Collage hatte er gut 5.000 Tage gebraucht. Wenn Justin Sun also jetzt hofft, schon bald wieder um ein NFT von Beeple mitbieten zu können, muss er unter Umständen längere Wartezeiten einplanen. Aber so ganz genau weiß man bei Sun nie: War das jetzt eine PR-Aktion für Tron oder will der 30-Jährige tatsächlich eine digitale Kunstsammlung aufbauen? In jedem Fall hat das Trendthema NFT am 11. März 2021 Geschichte geschrieben.


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