Ontology statt IOTA – Daimler stellt Blockchain-Plattform für Alltagslösungen vor

Mercedes-Benz Daimler hat eine auf Blockchain-Technologie beruhenden Plattform vorgestellt, die Autofahrern den Alltag erleichtern soll. So können etwa individuelle Einstellungen wie Sitzposition und Lieblingsradiosender von einem Auto zum nächsten automatisch übertragen werden.

„Welcome Home“ nennt Daimer seinen neuen Ansatz, um beim Oberthema Mobilität von einer Blockchain zu probieren. Zusammengetan hat man sich dafür mit Ontology (ONT), wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Als erster Anwendungsfall von „Welcome Home“ wird das Einrichten eines individuellen Nutzerkontos genannt. Dieses erlaubt es dann, Vorlieben wie Sitzposition, Radiosender oder Innenraumbeleuchtung zu speichern und beim Wechsel eines Fahrzeugs automatisch zu übernehmen. Vorgestellt wurde das Projekt, welches schon im Oktober anwendungsreif sein soll, bei der von Daimler geförderten Konferenz Startup Autobahn.

Daimler bekennt sich zu Ontology

Daimler bündelt über seine in der Mobilitätssparte angesiedelte Blockchain Factory Zukunftslösungen. Soweit bekannt, ist die Zusammenarbeit mit Ontology dort eine Premiere und dürfte Konkurrenten aus der Kryptobranche wie IOTA neidisch machen. Denn immerhin ist „Welcome Home“ offen ausgelegt und soll beispielsweise Mietwagenunternehmen zur Teilnahme reizen. Angedacht ist dann auch, dass ein Nutzerkonto genügt, um bei unterschiedlichen Anbietern Wagen zu mieten, ohne jedes Mal umständlich neue Formulare auszufüllen. Strafzettel begleichen, Parkgebühren bezahlen oder Navigationssysteme individuell einrichten – grundsätzlich ist „Welcome Home“ offen für Services aller Art. Ontology mit seiner eigenen Blockchain übernimmt dabei manipulationssicheren Datentransfer und Dokumentation, von Zahlungsfunktionen mit ONT ist bisher kaum die Rede. Doch „Welcome Home“ von Daimler ist als erstes Modul einer größeren Plattform MoveX konzipiert. Mit der Kernidee einer eindeutigen ID, welche Präferenzen speichert und automatisch anwendet, ist es sicher möglich, das Thema individueller Mobilität weiter auszudehnen etwa in Richtung Flugreisen oder Hotelbuchungen.

Automobilhersteller von BMW bis Tesla sehen in Blockchain-Technologie Anwendungsfalle en masse. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Selbstfahrende Autos sollen Verkehrsinformation über die Blockchain austauschen, Lastwagen auf Datentransfer für Lieferketten vorbereitet werden. Fraglich bleibt aber, ob sich herstellerübergreifende Lösungen durchsetzen oder ein jeder sein eigenes Projekt favorisiert. Im Branchenverband MOBI, der Hersteller, Zulieferer und Dienstleister von allen Kontinenten für Blockchain-Lösungen zusammenbringt, ist Daimler kein Mitglied.

Fazit: Daimler und Ontology denken Mobilität neu

„Welcome Home“ ist ausdrücklich nicht als Test klassifiziert, sondern soll jetzt Teilnehmer aus der Wirtschaft und private Nutzer finden. Erst dann zeigte sich, ob ein theoretisch faszinierendes Konzept sich praktisch auch durchsetzt. Für Ontology ist die Partnerschaft mit Daimler sicher ein gutes Werbemittel. Und Daimler demonstriert, Innovationskraft zur Serienreife zu bringen. Die Kryptobranche insgesamt wird in den kommenden Jahren noch viel Dynamik aus dem Mobilitätssektor mitnehmen – diese Prognose ist angesichts der Vielzahl von bekannten Projekten recht einfach.


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2 Kommentare

  1. Ob es schlau ist sich dem interkontinentalen Lösungsfinder der zukunfts Mobilität bis jetzt nicht angeschlossen zu haben? Es scheint fast so als wolle Daimler exklusiv bleiben wie Bentley oder Rolls Royce. Massentauglich klingt jedenfalls anders.

  2. Diese Entscheidung wird der Adaption von Daimler-Produkten strategisch gewaltig schaden.
    Unabhängig von IOTA ist Ontology technologisch gesehen eine denkbar schlechte Wahl gewesen, da wären diverse andere Optionen erheblich klüger gewesen. Aber Daimler ist ja dafür bekannt, nicht weit zu denken.

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