Panik vor Eskalation? Aktien von Waffen- und Munitionsherstellern steigen um bis zu 140 Prozent

Hinweis: Zahlreiche Anleger lehnen es aus ethisch-moralischen Gründen ab, in Waffen- und Rüstungskonzerne zu investieren. Wir berichten in diesem Beitrag lediglich – wie gewohnt – objektiv und wertfrei über aktuelle Entwicklungen. 

Nie suchten weltweit mehr Menschen auf Google nach „Buy Gun“, als im Krisenjahr 2020. Aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de geht hervor, dass es die Bürger nicht mit der bloßen Informationsbeschaffung belassen: auch die Verkaufszahlen erklimmen neue Höhen. Entsprechende börsennotierte Konzerne gehören zu den größten Krisenprofiteuren. 

Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Buy Gun“ erreichte dieses Jahr mehrmals den Spitzenwert von einhundert, welcher für das größtmögliche relative Suchvolumen steht. Bei der Erhebung wurden jegliche Daten des Suchmaschinenbetreibers seit dem Jahr 2004 berücksichtigt. Die mit Abstand meisten Anfragen kommen aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Wie die Infografik aufzeigt, treibt die explosive Gemengelage die Verkäufe nach oben: anschwellende Rassismus-Debatten und Gewalttaten im Zuge dessen, die Angst vor einer Verschärfung der Corona-Krise sowie die Sorge zahlreicher Bürger vor restriktiveren Waffengesetzen.

Waffen Aktien im Aufwind

Das FBI vermeldete zuletzt im Juli einen starken Anstieg der Background Checks. Diese werden im Vorfeld von Waffenkäufen gemacht. Gegenüber dem Vorjahresmonat habe die Anzahl um satte 80 Prozent zugelegt.

Ein Blick auf die Bücher des Waffenherstellers Sturm Ruger untermauert die Entwicklung. So erzielte das Unternehmen im zweiten Quartal einen Umsatz in Höhe von 130,3 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2019 belief sich dieser zwischen April und Juni auf 96,3 Millionen US-Dollar. Noch stärker der Anstieg des Vorsteuerergebnissen: dieses stieg um 194 Prozent auf 24,7 Millionen Dollar.

Indes legen börsennotierte Waffenhersteller überproportional an Wert zu. Der Kurs der Vista Outdoor Aktien erhöhte sich binnen des letzten halben Jahres sogar um 140 Prozent. Auch bei Smith & Wesson und Sturm Ruger fallen die Zugewinne mit 74,4 bzw. 39,9 Prozent hoch aus. Zum Vergleich: im selben Zeitraum kletterte die Notierung des Dow Jones lediglich um 4,79 Prozent nach oben.

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