Polizeieinsatz bei TRON in Peking – Aufruhr wegen Betrugsfällen

TRON Gründer Justin Sun

Aufregung um TRON (TRX) in China: Das Pekinger Büro von TRON musste Polizeischutz anfordern, weil aufgebrachte Chinesen sich um ihr Geld gebracht fühlen. Sie sind offenbar auf eine Betrugsmasche hereingefallen, die unter dem Siegel von TRON große Gewinne versprach.

TRON (TRX) sieht sich in China Vorwürfen ausgesetzt, nicht entschieden genug gegen Betrugsfälle unter dem chinesischen Namen von TRON vorzugehen. TRON (TRX) agiert in der Volksrepublik unter dem Begriff „Wave Field“ und unterhält in Peking sein zweites Hauptquartier neben San Francisco. Anfang Juli wurde bekannt, dass eine Webseite unter dem Namen „Wave Field Super Community“ Investitionen eingesammelt hat und den Anlegern hohe Renditen versprach. Als diese Plattform nun plötzlich offline ging, wurden den Investoren klar: Sie sind Betrügern aufgesessen. Am Montag dann eskalierte die Situation. Wütende Chinesen belagerten das Büro von TRON in Peking und forderten Entschädigung. Erst die Polizei konnte für Beruhigung und Sicherheit sorgen. Bei Twitter macht etwa dieses Video die Runde.

Chinesischen Medienberichten zufolge soll es Tausende von Opfern durch „Wave Field Super Community“ geben, die um umgerechnet 30 Millionen US-Dollar Anlagen betrogen wurden. Eine Frau soll wegen ihrer Verluste Selbstmord begangen haben. Die TRON-Stiftung reagierte auf die Vorfälle mit einer Stellungnahme, in der betont wird, dass man in der Vergangenheit mehrfach vor kriminellen Aktivitäten gewarnt habe. TRON-CEO Justin Sun etwa hatte noch am Sonntag getweetet, dass sogenannte Ponzi Schemes (eng verwandt mit Schneeballsystemen) aktiv seien. In der Kritik steht, dass TRON nicht ausdrücklich auch vor der „Wave Field Super Community“ gewarnt haben soll. TRON mit seinem chinesischen Partner Raybo äußerte Verständnis für die Demonstranten, verurteilte aber Gewalt. Man arbeite mit den chinesischen Behörden zusammen, um die Vorfälle aufzuklären.

TRON in der Kritik – hat man zu zögerlich vor Betrügern gewarnt?

Aus der Ferne ist schwer zu beurteilen, ob TRON und Justin Sun in China früh und entschieden genug gegen Machenschaften wie die „Wave Field Super Community“ vorgegangen sind. Die Stiftung schreibt, man habe dafür chinesische Kommunikationskanäle wie WeChat und Weibo genutzt. Zumindest Binance-CEO Changpeng Zhao sprang Justin Sun auf Twitter bei und deutete falsche Vorverurteilung an. Der Kurs von TRX reagierte mit leichten Verlusten auf die Nachrichten aus China. Insgesamt drängt sich die Einschätzung auf, dass der umstrittene Justin Sun in diesem Fall nicht wirklich verantwortlich gemacht werden kann für die Ereignisse. Eine Lehre aber auch für andere Kryptowährungen dürfte sein: Es genügt nicht, beim Anlegerschutz auf die Vernunft von Investoren zu vertrauen. Mit professionellem Online-Monitoring der Nachrichtenlage wäre es möglich, Betrüger wie die „Wave Field Super Community“ frühzeitig aufzuspüren und Investoren öffentlich zu warnen. Wir beispielsweise haben zuletzt sogenannte Bitcoin Trading Bots genauer unter die Lupe genommen mit dem klaren Ergebnis: Dahinter verstecken sich unseriöse Versprechen und Abzocke.


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