Quantencomputer Risiko für Bitcoin und Ethereum – So reagieren Entwickler

Im vergangen Jahr haben sich Quantencomputer als mögliche Gefahr für die Sicherheitssysteme von Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen herauskristallisiert. Entwickler arbeiten nun an Gegenmaßnahmen.

In der Kryptoszene ebenso wie an der Wall Street sind Quantencomputer im Hinblick auf Bitcoin und Ethereum als Gefahr eingestuft. Im zurückliegenden 2025 meldeten Google und IBM rasante Fortschritte bei ihren Projekten für Quantencomputer, welche in Zukunft auch die Sicherheitskonzepte von Bitcoin und Ethereum bedrohen könnten. Doch zumindest wird man von den Risiken nicht mehr überrascht, Entwickler bereiten Lösungen vor.

Bitcoin hat mit BIP360 zu Quantencomputern einen ersten Vorschlag

Bei Bitcoin ist vor wenigen Tagen der Vorschlag BIP 360 offiziell eingebracht worden, um mit dem Bau einer Schutzmauer gegen Quantencomputer zu beginnen. Bekannte BTC Entwickler um Hunter Beast wollen damit ein Problem angehen, dass man sich 2021 mit dem Upgrade Taproot einbrockte. Quantencomputer werden die Public Keys von Bitcoin Wallets brauchen, um daraus mit gewaltigen Rechenpower die zugehörigen Private Keys zu entschlüsseln. Bei BTC Adressen aus frühen Jahren sind die Public Keys öffentlich und durch Taproot lassen sich auch jüngere Einträge nachverflogen. Dies soll durch BIP360 zurückgedreht werden, Bitcoin würde sich so Zeit verschaffen im Wettlauf gegen Quantencomputer.

Ethereum Stiftung gründet Arbeitsgruppe wegen Quantencomputern

Auch bei Ethereum herrscht Zeitdruck, Quantencomputer wurden im letzten Sommer offiziell auf die Tagesordnung gesetzt. Ende Januar hat nun die Ethereum Stiftung ein Team um den bekannten Sicherheitsforscher Justin Drake aufgestellt, wie dieser per X bekannt gab. Ein mit 1 Million US-Dollar dotierter Poseidon Preis wird ausgelobt, Quantencomputer und Schutzmaßnahmen rücken in der Liste der Ethereum Prioritäten nach oben.

Zeitvorsprung vor Quantencomputern schrumpft für Bitcoin und Ethereum

Unter Experten bleibt weiterhin umstritten, wie langes es noch dauert, bis Quantencomputer zuschlagen könnten. Prognosen reichen von fünf Jahren (Technische Universität Kalifornien, Caltech) über zwei Jahrzehnte (Künstliche Intelligenz) bis quasi unendlich. Klar scheint jedoch: Bitcoin ist durch teils veralteten Code anfälliger für Quantencomputer als Ethereum. Und allein die öffentliche Diskussion über diese Risiken hat das Zeug dazu, BTC Investmententscheidungen negativ zu beeinflussen. Die Kryptobörse Coinbase hat bereits eine beratende Arbeitsgruppe „Quantencomputer und Blockchain“ eingerichtet, in der sich übrigens Justin Drake für die Ethereum Stifung wiederfindet.

Fazit: Bitcoin, Ethereum und Quantencomputern werden zum Topthema

Panikmache wegen Quantencomputern wirkt für die Kryptobranche übertrieben, die Entwickler bei Bitcoin und Ethereum haben Gefahren identifiziert. Nun darf man nur nicht die Zügel schleifen lassen, denn von der Präsentation geeigneter Lösungen bis zur Umsetzung braucht es bei den Krypto-Flaggschiffen Bitcoin und Ethereum normalerweise Jahre, wie frühere technologische Herausforderungen zeigten. Zudem kann ein tiefgreifendes Upgrade bei ETH und BTC deren Blockchains einen Hard Fork abverlangen, Ethereum Classic und Bitcoin Cash sind die bekanntesten Beispiele dafür. Doch solche Fragen sind noch Zukunftsmusik, während sich in diesem Jahr abzeichnen könnte, was Bitcoin und Ethereum konkret als Vorsorge vor Quantencomputern vorschlagen.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*