Bitcoin Taproot – was bedeutet das vorgeschlagene Upgrade?

Aus technologischer Sicht beherrscht derzeit das vorgeschlagene Upgrade Taproot die Diskussion bei Bitcoin (BTC). Wie würde Taproot Bitcoin beeinflussen und wo liegen Risiken?

Technologische Upgrades bei Kryptowährungen sind komplexe Angelegenheiten. Entwickler wollen den Code verbessern, manche Netzwerkteilnehmer aber scheuen jede Veränderung. Bei Bitcoin (BTC) als der Mutter aller Kryptowährungen steht technologisch betrachtet aktuell das mögliche Upgrade Taproot im Mittelpunkt.

Hinter Taproot verbirgt sich der Vorschlag, den Code von Bitcoin so zu verändern, dass Transaktionen mehr Anonymität gewährleisten und gleichzeitig die Transaktionsgebühren bei BTC sinken. Erreicht werden soll dies mit Taproot dadurch, dass komplexere Aktionen zusammengefasst werden, etwa Überweisungen mit mehr als nur zwei Signaturen oder solche mit eingebautem Zeitschlssß. Solche komplexere Bitcoin Transaktionen würden mit Taproot künftig im Endeffekt in der Blockchain von BTC als einfach A-zu-B-Überweisungen dokumentiert. Damit werden in die öffentlich einsehbare Blockchain von Bitcoin weniger Daten eingeschrieben und auch weniger Aktionen validiert werden müssen.

Kommt Taproot bei Bitcoin wirklich?

Das letzte große Upgrade bei Bitcoin geschah 2017 und ist als SegWit bekannt. SegWit erweiterte die Blockgröße in der Chain von Bitcoin und machte sie dadurch etwas leistungsfähiger. Doch nicht alle Netzwerkteilnehmer unterstützen SegWit und so kam es zu einem Hard Fork, bei dem sich Bitcoin Cash (BCH) als separate Kryptowährung absplittete.

Ein solches Szenario soll bei Taproot ausgeschlossen werden. Deshalb sollen diesem Upgrade im Vorfeld mindestens 90 Prozent der aktiven Netzwerkteilnehmer bei Bitcoin Zustimmung signalisieren. Dies betrifft also hauptsächlich die BTC Mining Pools und diese können grünes Licht für Taproot durch ein Art Signalbit geben. Alle zwei Wochen wird der Stand der Dinge geprüft, also alle 2016 Blöcke. Die ersten Abstimmungen zu Taproot begannen Anfang Mai und zeigen zwar deutliche Zustimmung zu Taproot, aber nicht die erforderliche Mindestbeteiligung. Kritik an Taproot kam zuletzt von Edward Snowden. Der berühmt gewordene US-Whistleblower meint, dass Taproot den versprochenen Zugewinn an Privatsphäre nicht einhakten kann. Doch die bekannten Bitcoin Entwickler widersprechen Snowden mit Fachwissen.

Noch bis August bleibt Zeit, die erforderliche Zustimmung zu Taproot einzuholen. Da alle eigentlich große Mining Pools mitmachen wollen, wird mit grünem Licht für Taproot gerechnet. Sie verweisen auf technische Schwierigkeiten bei dem Signalbit, was sie in ihre Arbeitsabläufe für die Abstimmung integrieren müssen. Sind diese gelöst und kommt Taproot auf die geforderten 90 Prozent „Ja“, wird das Upgrade im November in der Blockchain von Bitcoin live geschaltet.

Fazit: Taproot bei Bitcoin – ein möglicher Fortschritt

Geringere Bitcoin Transaktionsgebühren bei gleichzeitiger Stärkung der Privatsphäre – die Argumente von Taproot sprechen für sich. Entwickelt und vorgeschlagen wurde Taproot von Gregory Maxwell, einem renommierten Bitcoin Entwickler. Bislang erwartet die Kryptoszene ein klares Ja zu Taproot und ein Inkrafttreten dann Mitte November.


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