Ripple: Mitgründer Jed McCaleb hat seine XRP Reserven fast komplett verkauft

Das leidige Thema der XRP Reserven von Ripple-Mitgründer Jed McCaleb geht dem Ende zu. Verkauft er XRP weiter im bisherigen Tempo, ist seine einst prall gefüllte Wallet spätestens Mitte Juli endgültig leer.

Ripple (XRP) wird seit Jahren von der Diskussion begleitet, ob die Verkäufe von Mitgründer Jed McCaleb die Preiskurve beeinflussen können. Denn immerhin hatte sich McCaleb mit seinem Ausscheiden von Ripple in 2013 die Zuteilung von 12 Prozent aller XRP gesichert, in der Summe 9,5 Milliarden XRP. Ein Vertrag regelt seitdem, dass McCaleb täglich nur eine bestimmte Menge XRP verkaufen darf, die höchstens 1,5 Prozent des Tagesvolumens des gesamten globalen Handels mit XRP entspricht.

Deshalb schauen viele XRP Experten regelmäßig auf die Berechnungen der Webseite „Jed Balance„, die in Echtzeit herunterzählt, wie viel Reserven McCaleb noch hält und in welchem Tempo er sie auf den Markt bringt. Und siehe da: Gerade noch etwa 74 Millionen XRP hält McCaleb derzeit (hier seine Wallet ) und er hat zuletzt jeden Tag gut 7,3 Millionen XRP veräußert. Behält er diesen Rhythmus bei, ist am 10. Juli Schluss mit der „Geldmaschine“. Werden Durchschnittswerte des letzten Monats oder des letzten Quartals angesetzt, verzögert sich das Warten auf Null XRP bei McCaleb auf Mitte bis Ende Juli.

Auf Twitter meint ein Nutzer sogar, dass McCaleb bereits kommende Woche seine XRP Verkäufe endgültig beenden wird. Da sein Limit für tägliche XRP Geschäfte wöchentlich auf Grundlage der zurückliegenden sieben Tage im globalen Handel berechnet wird, wäre auch ein solches Szenario im Bereich des Möglichen, ist aber bislang nicht durch Fakten gedeckt. So oder so: Es deutet nichts darauf hin, dass McCaleb noch Interesse daran hat, eine Reserve in XRP zu halten. Er beteuerte stets, Ripple und XRP nicht schaden zu wollen und hat sich – soweit bekannt – peinlich genau an die ausgehandelten Regeln gehalten.

Auch die These, dass McCalebs Verkäufe Einfluss auf die Preiskurve von XRP hätten, bewahrheitete sich bei genauerer Analyse nie. Ein Hinweis hier: McCaleb zeigte sich über die langen Zeiträume nicht beeindruckt von Aufs und Abs bei XRP, sondern warf – mit kürzeren Pausen – fast immer sein Tageslimit auf den Markt. Zu Ripple äußert sich der 47-jährige öffentlich ohnehin nicht mehr und konzentriert sich stattdessen auf seine Arbeit bei Stellar (XLM). Auch diesen Altcoin hat McCaleb als Mitgründer auf den Weg gebracht und in der Stellar Stiftung wird er aktuell als „Chefarchitekt“ geführt.

Fazit: Das Kapitel McCaleb bei Ripple steht vor dem Abschluss

Auf 20 Milliarden US-Dollar wird das Vermögen von McCaleb geschätzt und seine XRP Verkäufe haben dazu in Milliardenhöhe beigetragen. Sein Trennungsvertrag von Ripple dürfte als einer der lukrativsten aller Zeiten in die Kryptogeschichte eingehen. Das Drama um XRP wegen des anhaltenden Verfahrens mit der US-Börsenaufsicht SEC mag McCaleb von der Seitenlinie aus beobachten, auf der Liste der persönlich Verklagten jedenfalls tauchte er nicht auf. Den XRP Anlegern, die bei schwacher Kursentwicklung auf McCaleb schimpften, geht voraussichtlich im Juli eine Ausrede aus. Denn das XRP ohne Verkäufe von McCaleb plötzlich eine Rallye hinlegt, ist aus vielerlei Gründen nicht zu erwarten.


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