Ripple Partner MoneyGram stoppt Gebrauch von Ripple und XRP

Aufgrund des anhaltenden Rechtsstreits zwischen Ripple und der SEC hat MoneyGram die Nutzung von XRP ausgesetzt. Ripple ist an MoneyGram beteiligt und der Finanzdienstleister galt als wichtigster Anwender von XRP.

Die Milliardenklage der US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple zieht weiter Kreise: Jetzt hat sich auch MoneyGram vorerst von jeglichem Einsatz von Ripples Kryptowährung XRP verabschiedet. Bekannt machte dies MoneyGram in seinem jüngsten Quartalsbericht und nennt dabei ausdrücklich die juristische Auseinandersetzung von SEC und Ripple als Grund. Weiter schreibt MoneyGram, man erwarte aufgrund der Entwicklung für das laufende Quartal auch keine Einnahmen von sogenannten „Gebühren für Marktentwicklung“ in XRP. Durch solche Zahlungen hatte MoneyGram zuletzt meist umgerechnet um 10 Millionen US-Dollar erlöst.

Der Schritt von MoneyGram ist für Ripple und XRP deshalb so pikant, weil Ripple sich im Juni 2019 bei dem Finanzdienstleister eingekauft hatte mit dem erklärten Ziel, so die Akzeptanz von XRP als Brückenwährung im internationalen Finanzverkehr zu stärken. Als die Klage der SEC bekannt wurde, hatte MoneyGram noch vorsichtiger kommentiert. Man sei von dem Prozess nicht direkt betroffen und habe XRP sowieso nie im Geschäft mit Endkunden verwandt. Durch die nun vollständige Abkehr von XRP verliert Ripple MoneyGram vorerst als Referenz-Partner. Schmallippig setzte Ripple jetzt eine Pressemitteilung auf, in der die „vorübergehende“ Entscheidung von MoneyGram betont wird. Man habe mit MoneyGram einen vieljährigen Vertrag, der über die Nutzung von XRP hinausgehe.

Ripple fehlt öffentliche Unterstützung für XRP

Ripple sagt jetzt in Richtung SEC, dass deren Vorgehen die Kryptobranche unnötig verunsichere und einige Marktteilnehmer deshalb konservativ reagieren. Tatsächlich haben auch alle führenden Kryptobörsen in den USA den Handel mit XRP ausgesetzt. Ripple CEO Brad Garlinghouse hatte die Kryptobranche aufgefordert, sich in dem Duell mit der SEC solidarisch zu zeigen. Dieser Wunsch verhallt aber anscheinend im Leeren.

Unterdessen hält sich die Preiskurve von XRP erstaunlich stabil bei um 0,50 US-Dollar und hat den Einbruch wegen der SEC Klage halbwegs verdaut. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass im Gesamtmarkt weiterhin größere Hoffnungen bestehen, dass sich SEC und Ripple wegen XRP außergerichtlich einigen. Die SEC sieht mindestens 1,3 Milliarden Schaden entstanden durch den Verkauf von XRP durch Ripple, ohne dass diese als „Wertpapiere“ gekennzeichnet gewesen sein und eine Zulassung gehabt hätten. Ripple argumentiert, XRP sei mit anderen nicht von der SEC beanstandeten Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) zu vergleichen. Fachleute hatten schon seit Jahren davor gewarnt, dass Ripple mit XRP ins Visier der SEC geraten könnte.


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