Ripple will SEC Berufungsverfahren um XRP verhindern

Ripple (XRP) wird seine Probleme mit der US-Börsenaufsicht SEC nicht los. Denn die SEC will durch ein Berufungsverfahren das erste Gerichtsurteil zu XRP aufheben lassen, welches für Ripple positiv ausfiel. Das Krypto-Unternehmen protestiert.

Bei Ripple (XRP) müssen Anleger stets auch den juristischen Hintergrund im Auge behalten. Zwar konnte Ripple nach zweieinhalb Verfahrensdauer im Juli ein überwiegend positives Urteil für XRP in einem Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC erwirken – doch die SEC hat dagegen bereits „vorläufige Berufung“ registriert. Ripple will diese Berufung am liebsten stoppen, wie aus der jüngsten Stellungnahme an das Gericht hervorgeht.

Zankapfel zwischen der SEC und Ripple ist die Einstufung von XRP. Die Börsenaufsicht meint, XRP sei ein Wertpapier („securities“) und deshalb zulassungspflichtig. Das angestrebte Berufungsverfahren solle daher auch vorrangig behandelt werden, da es rechtliche Auswirkungen auf andere Kryptowährungen haben könnte. Ripple verweist auf das bisherige Urteil und hält fest, dass dort XRP nicht als Wertpapier definiert wurde. Chefjustiziar Stuart Alderoty betont per X (früher Twitter), dass die SEC anscheinend das Urteil vom Juli gezielt fehlinterpretieren wolle.

Ob es Ripple gelingt, das Berufungsverfahren der SEC um XRP zu blockieren, bleibt ungewiss. Das Gericht in New York hatte im bisherigen Rechtsstreit seine neutrale Position bewahrt und zugleich erkennen lassen, dass man die grundsätzliche Bedeutung des Prozesses respektiere. In einem zweiten Verfahren soll im kommenden Jahr entschieden werden, wie XRP Verkäufe von Ripple an institutionelle Investoren einzustufen sind. Beobachter halten es für möglich, dass Ripple versuchen könnte, diesen Prozess mit dem von der SEC beantragten Berufungsverfahren zusammenzulegen.

Fazit: Ripple und XRP bleiben unter juristischem Druck

Die SEC hat in diesem Jahr mit neuen Klagen unter anderem gegen die Kryptobörsen Binance und Coinbase ihren harten Kurs markiert. Chef Gary Gensler möchte unbedingt die Regulierung von Kryptowährungen und -börsen durch seine Behörde durchsetzen, Ripple will XRP hingegen wie Bitcoin (BTC) frei von Einflüssen der SEC halten. XRP Anlegeranwalt John Deaton warf der SEC zuletzt wiederholt Machtmissbrauch vor, die Fronten sind extrem verhärtet. Von einem ganz normalen Tagesgeschäft, was sich Ripple wünscht, ist XRP insofern weit entfernt. Ob wir nun wollen oder nicht – das aggressive Verhalten der SEC gegen die Kryptoindustrie wird uns vorerst weiterhin begleiten, nicht nur im Fall XRP.


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