Ripple (XRP) um rund 100 Prozent Prozent im Aufwind – Pump and Dump?

Mit Kursgewinnen von um 40 Prozent täglich über das Wochenende gehört Ripple (XRP) überraschenderweise wieder zu den interessanten Altcoins. Hat das fundamentale Gründe oder wird hier spekuliert?

Am Samstag (30. Januar) setzte sich die Preiskurve von Ripple (XRP) plötzlich in Bewegung und machte plötzlich innerhalb einer Stunde einen Preissprung um 50 Prozent nach oben. Ein Teil der Gewinne verfiel anschließend ebenso schnell, doch am Sonntag wiederholte sich ein ähnliches Spektakel bei XRP. Am heutigen Montag notiert XRP aktuell bei gut 0,57 US-Dollar und hat damit seit Freitag seinen Wert etwa verdoppelt. Das alles passierte in einem Umfeld, in dem Bitcoin (BTC) bis auf temporäre Ausreißer weitgehend stagnierte und über Ripple weiterhin die Milliardenklage der US-Börsenaufsicht SEC schwebt. Was also ist da los bei XRP?

Wird Ripple zum Ziel von koordiniertem Pump and Dump?

Der renommierte Krypto-Experte Larry Cermak ist sich sicher: Was sich bei XRP abspielt, sei auf eine verabredete Aktion mehrere Tausend Spekulanten zurückzuführen. Cermak zeigt auf Twitter eine Telegram Gruppe, in der mittlerweile schon 200.000 Mitglieder unter dem Motto „Pump & Hold XRP“ koordinieren. Für die Erklärung von Cermak für die wilden Kursentwicklungen bei Ripple spricht, dass Auf- und Abwärtsbewegungen innerhalb nur weniger Viertelstunden passieren und so keinen nachhaltigen Trend abbilden. Spätestens seit die GameStop Aktie von Reddit-Nutzern unter dem Namen Wallstreetbets erfolgreich zu an sich unrealistischen Höhenflügen geführt wurde, bestaunt die Finanzwelt solche Guerillaaktionen. Auch Dogecoin (DOGE) bekommt dies zu spüren.

Befreit sich Ripple aus juristischem Endspiel?

Andere Analysten aber glauben, dass XRP zurecht wieder im Wert zulegt. Sie verweisen auf die Eingabe von Ripple an die SEC vom Freitag, in der Ripple die Vorwürfe gegen XRP zu entkräften versucht. XRP sei demnach nicht wie von der SEC behauptet ein Wertpapier (securities), sondern als Utility Token zu verstehen und deshalb nicht genehmigungspflichtig, heißt es dort. Auch orientiere sich die Preisentwicklung von XRP grob an Bitcoin und Ethereum, wird weiter angeführt. Da Bitcoin und Ethereum von der SEC nicht belangt werden, solle auch Ripple einen Freifahrtschein bekommen. Zumindest das Argument paralleler Preisentwicklungen lässt sich allerdings bei näherer Betrachtung kaum halten. Dennoch: Experten, die es gut mit XRP meinen, bevorzugen die These, dass juristische Fortschritte bei Ripple vs. SEC den Kurs von XRP wieder steigen lassen.

Fazit: XRP momentan hoch volatil

Insgesamt erscheint die Annahme, dass XRP aktuell zum Spielball von Spekulanten wird, die wahrscheinlichere Erklärung für die rasanten Kurssprünge. Für Dich als Anleger gilt aber in jedem Fall: Wer jetzt mit XRP handelt, muss auf einen hoch volatilen Markt gefasst sein, in dem Kursgewinne ebenso schnell wieder verpuffen können wie sie sich zuvor aufgebaut haben. Denn bisher ist von der SEC kein Signal zum Einlenken im Streit mit Ripple bekannt – und dieses Prozessrisiko belastet XRP unbestritten.


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