SEC kündigt in Sachen Bitcoin ETFs überraschend Revision an

Die Kryptoszene hatte Hoffnung auf die Zulassung von börsennotierten Fonds (ETF) auf Basis von Bitcoin (BTC) in den USA nach wiederholter Ablehnung durch die Börsenaufsicht SEC eigentlich aufgeben. Doch jetzt überrascht die SEC damit, eine ihrer Entscheidungen nochmals prüfen zu wollen.

Hoffnungsschimmer für Bitcoin ETFs: Die Securities and Exchange Commission (SEC) in den USA hat unerwartet mitgeteilt, die endgültige Ablehnung der von Bitwise beantragten Zulassung von Bitcoin ETFs zu überdenken. Antragstellern bei der SEC steht kein Recht zu, Entscheidungen in die Revision zu schicken. Generell waren Beobachter beim Thema Bitcoin ETFs zu der Einsicht gelangt, dass die SEC ihren ablehnenden Kurs durchzieht. Kurz bevor Bitwise im Oktober scheiterte, hatten VanEck und SolidX ein weitgehendes identisches Zulassungsverfahren bei der SEC von sich aus aufgegeben.

Ändert die SEC ihre Meinung zu Bitcoin ETFs?

Wer den freiwilligen Schritt der SEC angestoßen hat, ist ebenso unbekannt wie mit welchen Gründen. Ein Sprecher von Bitwise begrüßte die Entwicklung und machte zugleich klar, selbst von der Entwicklung überrascht zu sein. Mitglieder der zuständigen Zulassungskommission bei der SEC dürfen Minderheitsmeinungen öffentlich vertreten und Revisionen in die Wege leiten. Ein US-Fachportal spekuliert, dass Hester Peirce für den jüngsten Fall gesorgt hat. Die SEC-Kommissarin trägt in der Szene den Spitznamen „Krypto Mama“ und hatte schon mehrfach bekundet, die Linie der SEC bei Bitcoin ETFs nicht mitzutragen. Die Börsenaufsicht glaubt bislang, dass Bitcoin ETFs aufgrund fehlender Volumina anfällig für Preismanipulationen seien würden und deshalb nicht für regulierte Märkte freigegeben werden sollen. Mit US-Präsident Donald Trump hat sich die Führung der USA prinzipiell für eine regulatorische Blockade von Kryptowährungen und damit verbundenen Finanzinstrumenten positioniert.

Im nun wieder aufgenommen Verfahren von Bitwise ruft die SEC ordnungsgemäß auf, bis zum 18. Dezember 2019 Stellungnahmen einzureichen. Bitwise will diese Möglichkeit wahrnehmen, die auch anderen Marktteilnehmern offen steht. Die Regularien schreiben aber nicht vor, in welchem Zeitraum die SEC ihre Revision abschliessen muss. In anderen von Peirce initiierten Fällen zog sich das Verfahren über ein Jahr hin und änderte nichts am ursprünglichen Nein. Auch jetzt erwarten die US-Experten keinen Kurswechsel bei der SEC. Allerdings hat das Prozedere den Pluspunkt, dass für das interessierte Fachpublikum die Befürworter von Bitcoin ETFs ihre Argumente öffentlichkeitswirksam vortragen können.

Bitcoin ETFs – die SEC bleibt wohl konservativ

Wer glaubt, die jüngsten Entwicklungen in der Frage von Bitcoin ETFs in den USA könnten den Kurs von BTC antreiben, liegt falsch. Der Kurs von BTC reagierte nicht erkennbar auf die News und es wäre vollkommen verfrüht, Sektkorken knallen zu lassen. Denn was sich nun mit der SEC im Zentrum abspielt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach nur ein Verwaltungsakt. Allenfalls mittelfristig gedacht könnte das Sprichwort gelten, der stete Tropfen höhlt den Stein, in diesem Fall Bitwise als Tropfen und die SEC als Stein. Mehr Dynamik versprechen sich Insider eher davon, wenn sich Bitcoin ETFs in anderen Staaten als der USA als erfolgreich erweisen und so der Druck auf die SEC steigt.


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