Solana (SOL): Netzwerk steht stundenlang still, Neustart notwendig

Solana (SOL) erlebt seit Dienstagnachmittag die größte technologische Krise seiner Geschichte. Wohl von Bots überlastet, war die Blockchain lahmgelegt. Jetzt soll ein Neustart helfen.

Bei Solana (SOL) schrillten am gestrigen Nachmittag die Alarmsirenen: Per Twitter musste bekannt gegeben werden, dass das Netzwerk nicht stabil laufe. Die Ressourcen in der Blockchain von Solana seien überlastet, was zu einer automatischen Ablehnung von neuen Aufträgen führe. Im Klartext: Wer Transaktionen bei Solana durchführen wollte oder auf das Abarbeiten von Smart Contracts wartete, guckte in die Röhre. Die Preiskurve von SOL drehte sich so logischerweise schnell ins Negative, zeitweise waren mehr als zehn Prozent Minus zu beobachten. Erst am heutigen Mittwochmorgen kam Entwarnung: Durch ein schnelles Update und einen Neustart des Netzwerks wurde die Funktionsfähigkeit von Solana wiederhergestellt.

Solana für 16 Stunden außer Gefecht – was ist passiert?

Als hektisch die Ursachenforschung für das technologische Knock-out bei Solana begann, war der Chef von Solana Labs der vermeintlich erste mit einer Erklärung. Auf Twitter schrieb Anatoly Yakovenko, dass ein Launch bei Raydium (RAY) zu 300.000 Anfragen pro Sekunde an die Blockchain von Solana geführt habe. Das DeFi-Protokoll wollte ein dezentralisiertes Angebot neuer Coins durchführen, bei dem das Prinzip galt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ .Deshalb hatten findige Teilnehmer offenbar Bots ins Rennen geschickt und so 300.000 TPS und mehr provoziert. Solana selbst wirbt damit, problemlos mindestens 50.000 Transaktionen pro Sekunde zu bewältigen.

Netzwerkpunkte (Nodes) wurden offenbar in Folge der Ereignisse zeitweise abgeschaltet. Aus der Solana Zentrale kam dann gegen Mitternacht per Twitter der ernüchternde Statusbericht. Versuche, das Netzwerk zu stabilisieren, seien fehlgeschlagen. Daher müsse nun über einen Neustart entschieden werden. Zur Verfügung gestellt wurde auch die notwendige Software. Erst am Mittwochmorgen erschien dann die erlösende Nachricht: Mehr als 80 Prozent Zustimmung für einen Neustart, der sofort begann. Im Laufe der nächsten Stunden solle das Ökosystem von Solana wieder vollumfänglich funktionieren.

Auch die Preiskurve erholt sich parallel von ihrem Sturz, SOL hat die Marke von 160 US-Dollar wieder überschritten.

Fazit: Solana muss sich nach Ausfall von Netzwerk Fragen gefallen lassen

Bereits im Dezember 2020 war Solana für sechs Stunden außer Gefecht, aber damals spielte SOL noch keine so prominente Rolle auf dem Kryptomarkt. Im Sommer 2021 aber flog Solana von einem Allzeithoch zum nächsten und wurde von manchen gar schon zum Herausforderer von Ethereum (ETH) hochgejubelt. Der jetzige Totalausfall bei Solana lässt nicht nur erhebliche Zweifel daran, ob die Architektur des Netzwerks kommenden Herausforderungen gewachsen ist. Lösungen wie eine Art Spam-Schutz oder die Option, Transaktionen zu priorisieren, werden sicherlich diskutiert. Was aber für die eingefleischte Kryptoszene noch bedenklicher ist: Wie kann es in einem angeblich dezentralisierten Netzwerk so schnell möglich sein, eine Mehrheit für Änderungen im Code und einen Neustart durchzusetzen? Ist Solana wirklich dezentralisiert oder ist die Macht unter wenigen großen Nodes gebündelt? Der Solana Schock dürfte nachhallen.


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