Strategy (MSTR) hält mittlerweile fast 4 Prozent aller Bitcoin und ist damit das größte Unternehmen seiner Art weltweit mit der Devise: Bitcoin werden nur angekauft, nie veräußert. Aber jetzt ändert Strategy seine BTC Strategie.
Aufregende Woche bei Strategy, dem Bitcoin Unternehmen schlechthin: Gründer Michael Saylor hatte noch am Sonntag noch per X eine kurze Unterbrechung bei den BTC Zukäufen verkündet, aber dann platzte bei der Bekanntgabe von Quartalszahlen die Bombe. Mit zwei kurzen Sätzen machte Saylor im Gespräch mit Investoren und Experten deutlich, dass Strategy mit der Idee spiele, Bitcoin zu verkaufen. „Wir werden vermutlich einige Bitcoin verkaufen, um Dividenden zu finanzieren und den Markt zu „impfen“ – einfach um die Nachricht zu senden, dass wir es können“, sagte Saylor, und: „Wir sind wie eine Bitcoin Entwicklungsfirma, wir kaufen billig und verkaufen teurer“. Damit kassierte Saylor die bisherige Strategy Strategie ein, die schrittweise angehäuften BTC Bestände nie anzutasten. Was steckt dahinter?
So wurde Strategy zum größten Bitcoin Unternehmen
Das Börsenkürzel MSTR stammt aus früheren Zeiten, als MicroStrategy im Bereich Software ein Nasdaq-Unternehmen war. Dann machte man im Sommer 2020 Schlagzeilen damit, Cash-Reserven in Bitcoin umzuwandeln als „Inflationsschutz“. Die Börse goutierte dies und aus der „langweilen“ IT-Firma wurde Strategy mit dem Clou, immer neue Finanzierungsrunden aufzusetzen um Bitcoin nachzukaufen. Aus Millionen wurden Milliarden und spätestens von 2025 an regte sich Zweifel, ob Strategy mit seinen Schulden für Bitcoin nachhaltig funktionieren könne.
Bitcoin Finanzierung von Strategy hat viel Skepsis provoziert
Im Spätherbst 2025 erhielt Strategy dann von der Rating-Agentur S&P ein„B-“, gleichbedeutend mit „spekulativ“ und „erhöhtes Ausfallrisiko“. Das Unternehmen reagierte und bildete eine Cash-Reserve, um auch in schlechten Bitcoin Zeiten liquide zu bleiben. Doch selbst in diesem März noch, als Bitcoin sich in einem Abwärtstrend befand, legte Strategy das nächste Bitcoin Ankaufprogramm auf mit bis 42 Milliarden Dollar Volumen und 11,5 Prozent Dividende für die Vorzugsaktie STRC.
Dividende Versprechen für STRC Vorzugsaktien als Achillesferse
Aber woher soll das Geld für diese Dividenden kommen? Bei steigenden Bitcoin Preisen kein Problem, in längeren Durststrecken aber stünden Strategy riesige Probleme bevor. Darauf hat Saylor nun mit der Strategieänderung eine Antwort entdeckt, die Bitcoin Reserven sind nicht mehr unantastbar.
„Flexibilität“ verspricht sich Strategy jetzt für die Zukunft, was agensichts des Durchschnittspreises von rund 75.500 Dollar beim Einkauf der bisher 818.334 Bitcoin bestimmt kein schlechter Gedanke ist. Über die Vorzugsaktie STRC wurden in den letzten neuen Monaten mehr als 8 Milliarden US-Dollar für Bitcoin Zukäufe eingeworben, ungefähr soviel wie andere 8 Milliarden in den fünf Jahren zuvor. Die Dividende Zahlung für STRC war so zur Achillesferse der Bitcoin Taktik von Strategy geworden, die Cash-Reserve nur begrenzt beruhigend.
Fazit: Strategy Kursänderung lässt Bitcoin zunächst kalt
Strategy hat einen Weg zu mehr Normalität gefunden, denn ein „Aufwärts immer“ gibt es auch bei Bitcoin nicht. Die Psychologie der Märkte hat den Schritt akzeptiert mit einem kleinen Plus für die MSTR Stammaktie und einem unveränderten Bitcoin Preis. Die Gefahr von BTC Not- oder Panikverkäufen durch Strategy ist deutlich kleiner geworden durch die klaren Ansagen von Chef Michael Saylor. Offen bleibt, ob und wann Strategy die Option überhaupt nutzt, mittels aktivem Bitcoin Handel seine Liquidität zu verbessern.
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