Studie: Bitcoin Mixer überwiegend für legale Zwecke genutzt

Die Blockchain-Analysten von Chainalysis haben sich mit dem Thema Bitcoin Mixer beschäftigt. Ihr Ergebnis: Nur gut 8 Prozent aller BTC, die zu Mixern fließen, sind gestohlen. Zuletzt macht der Dienst Bestmixer Schlagzeilen, als er im Frühjahr von Europol wegen Geldwäscheverdacht geschlossen wurde.

Bitcoin Mixer sind in der Öffentlichkeit eine zwiespältige Angelegenheit: Zum einen erleichtern solche Dienste, den Weg von Bitcoin (BTC) zu verschleiern und dadurch auch illegale Aktivitäten zu unterstützen. Auf der anderen Seite steht der nachvollziehbare Wunsch, Privatsphäre in Sachen Geld zu schützen und deshalb Bitcoin Mixer zu nutzen. Die Experten von Chainalysis haben die aktuelle Situation von Bitcoin Mixern genauer untersucht. Demnach sind von den BTC, die in Mixer Dienste gehen, 8,1 Prozent gestohlen. 2,7 Prozent kommen aus dem Darknet. Doch 40 Prozent aller gemixten BTC stammen von zentralisierten Kryptobörsen und 7,7 Prozent von dezentralisierten Börsen. Die Analyse legt also nahe: Bitcoin Mixer ziehen mehrheitlich Nutzer an, die es nicht auf Geldwäsche oder das Einspeisen von BTC aus zweifelhaften Quellen in die Blockchain anlegen, sondern ganz einfach ihre Privatsphäre betonen.

Bitcoin Mixer: Fluch oder Segen für den BTC?

Zwar wird in Massenmedien immer wieder die Geschichte von Bitcoin als anonymer Währung aufgetischt, doch in Wirklichkeit ist BTC weit weniger anonym als angenommen. Die Blockchain lässt es zu, Geldflüsse nachzuverfolgen. Und da mittlerweile fast alle Kryptobörsen ihre Kundendaten verifizieren, ist es prinzipiell auch möglich, herauszubekommen, welcher Person oder Organisation welche Bitcoin Adressen zuzuordnen sind. Hier kommen Bitcoin Mixer ins Spiel: Nutzer zahlen dort BTC ein und erhalten gegen Abzug einer niedrigen Gebühr sozusagen andere BTC zurück. Dadurch wird Anonymität gestärkt, das Prinzip ähnelt dem Tor-Netzwerk für anonymes Surfen. Eine Zahl von Chainalysis lässt aufhorchen: 26,8 Prozent aller BTC, die gemixt werden sollen, kommen von Bitcoin Mixern selbst, werden also nicht zum ersten Mal gemixt. Hier ist es bereits unmöglich, zwischen BTC aus legalen und illegalen Quellen zu unterscheiden. Und die Experten stellen auch klar: Sie können zwar eindeutig identifizieren, von wo die BTC in Mixer Services fließen, aber nicht, wohin die BTC dann strömen.

Sollte ich Bitcoin Mixer nutzen?

Bitcoin Mixer bewegen sich rechtlich auf unsicherem Terrain, keiner der bekannten Anbieter verfügt über eine offizielle Lizenz als Finanzdienstleister. In diesem Frühjahr machte Europol dem Dienst Bestmixer den Garaus und beschlagnahmte Server. BTC im Wert von 200 Millionen Dollar soll Bestmixer innerhalb eines Jahres gemixt haben, die Behörden vermuten Geldwäsche und Kapital aus illegalen Aktivitäten.

Du solltest Dir bewusst sein, dass Du als Kunde eines Bitcoin Mixers temporär die Kontrolle über Deine BTC verlierst und auch das Risiko besteht, durch das Nutzen von Bitcoin Mixern überhaupt erst in das Visier von Strafverfolgern zu geraten. Laut Chainalysis ist aktuell ein Trend in Richtung von dezentralisierten Bitcoin Mixern festzustellen, so habe etwa der Dienst Wasabi Wallet sein monatliches Volumen sprunghaft auf BTC im Wert von 90 Millionen US-Dollar erhöht. Dem Image von BTC dürften Bitcoin Mixer weiterhin abträglich sein, bei allem legitimen Verlangen nach einer Art von Bankgeheimnis.


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