Trendwende? Bekannter Bitcoin Short Seller löst seine Position auf

Hedge Fond Manager Marc Dow

Marc Dow hat in den vergangenen zwölf Monaten als Anleger auf den fallenden Kurs des Bitcoins (BTC) gesetzt und damit offensichtlich gute Profite eingefahren. Die Erklärungen für seine Strategie geben zu denken.

Für das Gros der Anleger in Bitcoin (BTC) dürfte 2018 ein enttäuschendes Jahr gewesen sein. Von historischen Höchstständen nahe 20.000 US-Dollar fiel der BTC auf die aktuelle Marke von unter 4.000 US-Dollar. Doch wo es Verlierer gibt, sind die Gewinner üblicherweise nicht weit. Marc Dow, seines Zeichens Ökonomist und Hedge Fond Manager, hatte den BTC nach eigenen Angaben schon zu Weihnachten 2017 auf short gesetzt, also auf fallende Kurse gewettet. In einem Interview erklärte Dow jetzt, er habe zweimal ausgecasht und verabschiede sich nun vom Bitcoin. „Ich will nicht noch mehr Saft aus dieser Zitrone auspressen“, erklärte er lakonisch und: „Ich bin fertig. Ich will diese Sache nicht bis Null reiten“.

Dow: Psychologische Gründe sprachen gegen den BTC

In einem Blogbeitrag hatte Dow vor einem Jahr erklärt, warum er gegen den BTC wette. Er war sich demnach sicher, dass um den BTC eine Blase (bubble) entstehe. Viele Anleger hätten gar nicht verstanden, in was sie da investierten. Was Dow misstrauisch machte, waren drei Details: Es sei möglich, auf die Blockchain zu setzen und gegen Tokens. Zweitens sei die Zahl neuer Tokens nicht reguliert. Und drittens: Selbst wenn Kryptowährungen breiter akzeptiert würden, wäre es wohl nicht der Bitcoin, der davon profitiere, sondern neue Coins, die einfacher zu handhaben seien. Soweit also die Motivation, die Dow dazu veranlasst, BTC auf short zu setzen. Nun bilanziert er: Die Blase habe sich deutlich abgezeichnet. Die Menschen hätten der Bitcoin-Story geglaubt, ohne die Details zu prüfen. Dadurch sei die BTC-Blase immer größer und brutaler geworden. Als Anleger aber müsse man auf die Kurskurven gucken und diese kritisch hinterfragen. Auf Twitter klingt bei Dow ein bisschen Wehmut durch, als er „Goodbye zum Bitcoin short. Schade“ tweetet.

Moral der Geschichte?

Wievielt Geld er mit seiner Strategie gemacht hat, verrät Dow nicht. Den psychologischen Einfluss auf den Kurs von Kryptowährungen hast du vielleicht schon rund um ICOs begriffen, wo teils abstruse Stories Investoren gefunden haben. Man kann aber auch gegen den Mainstream handeln, auf short setzen, und so erfolgreich im Krypto-Markt unterwegs sein. Auf Bitmex wurden in den letzten 24 Stunden Bitcoin im Wert von 3,2 Milliard US Dollar gehandelt, knapp die Hälfte davon wurde auuf fallende Kurse gesetzt.

Das Auflösen der Short Positionen kommt dem Kurs übrigens entgegen den Short Seller müssen Bitcoins erwerben um ihre Positionen aufzulösen.


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