Bitcoin, Ethereum und Co. 2021 Rekordinvestments an – FOMO unter Geldgebern

Rund 30 Milliarden US-Dollar Risikokapital wurden in 2021 in Projekte der Kryptobranche gesteckt und damit mehr als in den zehn Jahren zuvor zusammengerechnet. Investoren wollen Zukunftschancen nicht verpassen.

„Investoren finanzieren alles und jeden“, bilanziert die Finanznachrichtenagentur Bloomberg zum Jahresende 2021 die Situation der Kryptoindustrie unter Berufung auf Beteiligte. Etwa 30 Milliarden US-Dollar sind demnach in diesem Jahr in die Branche als Risikokapital eingebracht worden. Nach dem ersten Boom für Bitcoin (BTC) in 2017/18 waren es rund 8 Milliarden US-Dollar und der diesjährige Geldfluss übersteigt alle Basisinvestments zusammengerechnet, die in den 2010er-Jahren geleistet wurden. „Wir sind jetzt weiter als nur digitales Gold“, erklärt etwa ein Sprecher der Investmentfirma Blockchain Capital LLC die Entwicklung.

Investoren erkennen jetzt Themen von DeFi über NFTs und Blockchain Games bis hin zu Web 3.0 und Metaverse als Zukunftsmöglichkeiten. Davon profitieren Start-ups der Kryptoindustrie. Zu den größten Deals in den letzten zwölf Monaten gehörten etwa knapp 1 Milliarde US-Dollar für die Kryptobörse FTX in Vorbereitung für einen möglichen Börsengang. Reich bedacht wurden etwa auch Unternehmen und Projekte wie Dapper Labs (CryptoKitties und NBA Top Shots) und Axie Infinity (AXS) in Finanzierungsrunden von 350 Millionen beziehungsweise 150 Millionen US-Dollar. Selbst die dubiose Promi-Plattform BitClout konnte sich frisches Kapital besorgen.

Laut dem von Bloomberg präsentierten Marktbericht sicherten sich aber in 2021 mit Robinhood und Revolution zwei FinTech-Unternehmen Löwenanteile der Gesamtinvestments, bei denen der Handel mit Kryptowährungen nur ein Teil des Angebots für Kunden sind. Der Trend ist dennoch klar: Für Projekte, welche zumindest teilweise mit der Kryptoindustrie verknüpft sind, steht so viel Risikokapital wie nie zuvor zur Verfügung. Berücksichtigt man, wie breit die Investments gestreut sind, lässt sich gut erkennen, dass Kapitalgeber wie Coinbase Ventures oder Polychain Capital lieber auf mehrere Pferde setzen als sich in dynamischer Umgebung auf eine Sparte der Kryptobranche festzulegen.

Fazit: Hält Wachstum der Kryptoindustrie 2022 an?

In der Kryptoszene spricht man von FOMO (Fear of missing out), wenn sich eine Atmosphäre ergibt, in der Investoren fürchten, Chancen zu verpassen. Die massiven Geldflüsse und eindeutigen Kommentare deuten auf FOMO hin , was aber nichts Negatives bedeuten muss. Vielmehr markiert 2021 aus Sicht von Beobachtern tatsächlich ein Jahr, in dem die Kryptoindustrie Vielfältigkeit demonstriert und wegkommt von einem „Bitcoin only“ Image. Im Ausblick auf 2022 ist dabei kaum eine Trendwende zu erwarten – denn es sind eben viele Felder, in denen Blockchain-Lösungen ihre Stärken ausspielen.


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2 Kommentare

  1. Hallo. 🙂

    Gibt es noch einen Bericht zu diesem staking von Iota? Das fängt ja bald an und befindet sich seit gestern im pre-staking. Danke und schöne Weihnachten

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