BitMEX: Übernahme der Traditionsbank von der Heydt geplatzt

Rückschlag für BitMEX: Die im Januar angekündigte Übernahme der deutschen Traditionsbank von der Heydt ist gescheitert. Zudem wird bei BitMEX laut Medienberichten das Personal deutlich zusammengestrichen.

Im Januar herrschte bei der Kryptobörse BitMEX noch Aufbruchstimmung: Die angekündigte Übernahme der deutschen Privatbank von der Heydt sollte neue Geschäftsmöglichkeiten gerade in der EU ermöglichen und die zweifelhafte Vergangenheit von BitMEX vergessen machen. Doch ein Exklusivbericht von Finanz-Szene macht jetzt öffentlich: Die Übernahme ist geplatzt. Zu den Gründen dafür schweigen die Beteiligten. Am Geld zumindest dürfte es nicht gelegen haben, denn BitMEX und die Traditionsbank von der Heydt hatten das Übernahmegeschäft „vorbehaltlich der Zustimmung von Regulierungsbehörden“ gemeinsam verkündet. So darf jetzt spekuliert werden, ob die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ein (informelles) Veto eingelegt hat.

Denn in den USA hatte die frühere Führung von BitMEX vor Gericht Verstöße gegen das Bankengesetz nach Festnahmen und Anklagen eingeräumt. Insgesamt flossen mindestens 130 Millionen US-Dollar Strafgelder, um die Prozesse gegen BitMEX und Gründer rechtswirksam abzuschließen. Das habe aber auch zur Folge, dass sich Mitgründer Arthur Hayes jetzt wieder hinter den Kulissen in das Tagesgeschäft bei BitMEX einmische, heißt es in einem US-Bericht unter Berufung auf Insider.

Ein Ergebnis demnach: 75 der rund 300 BitMEX Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten. Inwiefern dies mit der gescheiterten Übernahmen der von der Heydt Bank zusammenhängt oder auf Restrukturierungen zurückzuführen ist, bleibt offen. Doch ein BitMEX Sprecher bestätigte Entlassungen und strategische Konzentration auf die Zukunft. In der wird für dieses Quartal der Launch des BitMEX Token (BMEX) erwartet und auch ein Spot Market. Für letzteren schien die Bank von der Heydt passendes Stück im Puzzle. Denn Probleme von Kryptobörsen, kooperierende Banken für Fiat-Brücken zu finden, sind allgemein bekannt.

Fazit: BitMEX CEO Alexander Höptner angezählt?

Bei BitMEX ist seit Anfang 2021 der Deutsche Alexander Höptner als CEO gesamtverantwortlich, er kam von der Börse Stuttgart. Höptner wollte BitMEX breiter aufstellen und dabei betont legal agieren. Doch nun brechen ihm personelle Ressourcen weg und das Bankhaus von der Heydt als Symbol für Seriosität entfällt. Ob Höptner unter diesen Umständen weiter Spaß an der Spitze von BitMEX findet? Auf seinem früher regelmäßig bespielten Twitter Account zumindest ist es seit Tagen still geworden. In der Kryptoszene kursieren derweil Gerüchte, dass die (kurze) Ära Höptner bei BitMEX ihrem Ende zugeht und eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft Krypto Derivate stattfindet.


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