BitMEX verliert Spitzenposition als Derivat-Handelsplattform – Binance überholt

BitMEX galt bislang unter Anlegern als wichtigste Kryptobörse für den Handel mit Bitcoin Futures und ähnlichen Finanzinstrumenten. Neue Zahlen legen nahe, dass mittlerweile aber Binance, OKEx und Huobi in Sachen Umsatz an BitMEX vorbeigezogen sind.

Der 12. März 2020 markierte für Bitcoin (BTC) einen gewaltigen Einschnitt, innerhalb von 24 Stunden halbierten sich Kurswert und Marktkapitalisierung beinahe. Gleichzeitig war jener Donnerstag vor vier Wochen ein einschneidender Tag für die Kryptobörse BitMEX. Denn bislang war BitMEX für Tageshändler meist die erste Anlaufstelle gewesen, wenn es um den Bitcoin Futures und verwandte Finanzprodukte ging, auch für viele Altcoins. BitMEX konnte mit hohen Hebeln, niedrigen Gebühren und großer Liquidität für sich werben. Doch jetzt zeigen Zahlen, dass BitMEX nicht mehr der Marktführer in dem spezialisierten Handel mit Krypto-Derivaten ist, sondern im Zuge der Marktbereinigung vom 12. März an Bedeutung verlor. Die nackten Daten verdeutlichen, wie mit Binance, OKEx und Huobi gleich drei Konkurrenten BitMEX hinter sich gelassen haben:

Was hat zum plötzlichen Bedeutungsverlust von BitMEX geführt?

Fachleute nennen mehrere Faktoren, mit denen BitMEX am 12. März und anschließend zu kämpfen hatte:

  • BitMEX erlebt am 12. respektive 13. März (je nach Ortszeit) zwei DDoS-Attacken und musste in einem Blogpost einräumen, dass dies zu verzögerter Ausführung von Deals führte. Mitten in einer Situation, in welcher der Kryptomarkt hochvolatil war und massenhaft Geld verbrannt wurde, ist ein solches Ereignis natürlich schädigend für das Vertrauen.
  • In einer Jobanzeige sucht BitMEX nach einem Manager, der sich unter anderem mit KYC-Prozessen beschäftigen soll. KYC steht für „Know Your Customer“ und bedeutet, dass BitMEX wohl künftig detaillierte persönliche Kundendaten erheben will, um nicht in Konflikt mit Gesetzen zur Geldwäsche zu kommen. Mancher Händler begreift diese Entwicklung als Punkt, sich nach anderen Handelsplattform umzusehen.
  • Dazu passend zeigen die Zahlen, dass auch dem 12. März Kapital im großen Stil von BitMEX abgezogen wurde, insgesamt umgerechnet mindestens 400 Millionen US-Dollar, vorwiegend in BTC.
  • Schließlich haben sich einige prominente Kryptohändler, die man durchaus mit Influencern vergleichen darf, öffentlich von BitMEX losgesagt und machen jetzt Werbung für Konkurrenten. Die öffentliche Unterstützung für BitMEX schwindet also.

Nicht zu vergessen: Der Spotmarkt für BTC machte bis zum „schwarzen Donnerstag“ nur rund 3 Prozent der Tagesumsätze beim Handel mit Bitcoin aus, der Anteil ist jetzt auf über 8 Prozent gewachsen. Der Handel mit Derivaten verliert also zumindest temporär an Bedeutung und dies trifft BitMEX als spezialisierte Plattform härter als andere.

Soll ich als Anleger jetzt noch BitMEX vertrauen?

Wir hatten schon in einer Analyse vom letzten Sommer festgestellt, dass Binance die Angebote von BitMEX zunehmend kopiert und so zum vollwertigen Konkurrenten wird. Der Trend hat sich fortgesetzt und wird auch von anderen Anbietern in der Praxis befolgt. BitMEX hat Alleinstellungsmerkmale verloren und muss sich zudem in den USA mit einer Sammelklage beschäftigen. Es gibt also gute Gründe dafür, sein Konto für den täglichen Handel etwa zu Binance umzusiedeln. Andererseits ist BitMEX bisher weitgehend von Skandalen verschont geblieben und wird hart daran arbeiten, Liquidität wiederherzustellen.


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