Cardano (ADA) will Mikrokredite in Afrika organisieren

Bei den ADA Plänen für 2022 setzt Cardano Gründer Charles Hoskinson einen Schwerpunkt in der Entwicklung eines Systems für Mikrokredite in Afrika. Kooperiert wird dafür mit dem lokalen FinTech Pezesha.

Cardano (ADA) tut sich nach Ansicht vieler Experten schwer damit, Anwendungsfälle zu finden. Hoffnungen auf eine Expansion des Ökosystems in Richtung DeFi haben sich bislang nicht erfüllt, Smart Contracts bei Cardano bleiben nach dem Upgrade Alonzo inhaltlich weit hinter den Erwartungen zurück. Nun bringt Cardano Gründer Charles Hoskinson wieder einmal sein Lieblingsthema Afrika auf den Tisch. Er sieht für Cardano gute Chancen, in Zusammenarbeit mit dem in Kenia ansässigen FinTech Pezesha ein Blockchain-System für Mikrokredite in Afrika zu etablieren.

Dabei malt Hoskinson ein optimistisches Bild. Wer über Cardano / Pezesha einen Mikrokredit aufnehmen will, muss demnach zuerst eine in der Blockchain dokumentierte Identitätsprüfung machen und einen Kreditscore erhalten. Dann sollen wenige Mausklicks reichen, um ein Darlehen in Stablecoins zu erhalten. Zurückgezahlt wird der Kredit dann ebenfalls über die Blockchain in Stablecoins, so Hoskinson. Er erwartet, dass auch durch die Expertise von Pezesha die Ausfallquote von Mikrokrediten in diesem innovativen System bei nur 2 Prozent liegen dürfte, wohingegen sie auf bereits bestehenden Wegen bis 40 Prozent erreiche. Pezesha Gründerin Hilda Moora begrüßte die Pläne per Twitter ausdrücklich.

Cardano Mikrokredite in Afrika – realistische Vorstellung?

Cardano hat in Afrika bereits groß angelegte Pilotprojekte angestoßen, etwa in Äthiopien für das Bildungssystem und in Tansania eines für Mobilfunk. Dabei sind durchweg auch die Erfassung digitaler Identitäten als Grundlage verankert. Damit wäre also eine Voraussetzung für die Vision von Hoskinson zumindest teilweise erfüllt. Pezesha wiederum ist schon seit 2016 in Afrika tätig und vergibt bereits Kreditscores und auch Mikrokredite. Die Kooperation könnte das System schnell wachsen lassen.

Auf der anderen Seite sind afrikanische Mikrokredite häufig durch Entwicklungshilfe abgesichert, was Cardano und Pezesha nicht anstreben. Fraglich ist auch, ob der Finanzmarkt in Afrika überhaupt an Konkurrenz interessiert ist. Hoskinson selbst beschreibt das Bankensystem auf dem Kontinent als „manchmal ungeheuer räuberisch“ und angelegt dafür, „einige der schlimmsten Personen an der Macht zu halten“. Ob ein solches Umfeld es sich gefallen lässt, Konkurrenz zu bekommen, ist keinesfalls sicher.

Fazit: Cardano in Afrika – schwieriges Terrain

Input Output als das Unternehmen hinter Cardano hat in 2021 eine größere Afrika Konferenz veranstaltet und Hoskinson traf sich bei Besuchen von Burundi bis Sansibar mit hochrangigen Politikern. Ihnen ist also ernst damit zu versuchen, Cardano offensiv und frühzeitig Marktanteile in Afrika zu sichern. Aus der Ferne ist bislang aber schwer zu beurteilen, ob die Initiativen zünden. Dies gilt auch für die Pläne zu Mikrokrediten. Was in der Theorie überzeugend scheint, kann in der Praxis schnell an instabiler Umgebung scheitern. Zudem sind die Vorteile für potenzielle Kreditnehmer im Entwurf von Hoskinson klein, die jährliche Zinsrate würde mit über 30 Prozent anfangs allenfalls geringfügig niedriger liegen als bei bereits bestehenden Lösungen für Mikrokredite. Eine Zwischenbilanz wird abzuwarten sein.


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