Chainlink (LINK): Mitgründer sieht riesiges Potenzial und befürchtet Bankenkrise

Chainlink (LINK) hat sich als Echtzeit-Datendienst in der Kryptoindustrie etabliert. Mitgründer Sergey Nazarov sieht die besten Zeiten für Chainlink noch kommen und hält eine neuerliche Bankenkrise als Beschleuniger für möglich.

Unter den zwanzig kapitalstärksten Kryptowährungen der Welt besetzt Chainlink (LINK) alleinig die Aufgabe, als sogenannte Oracle-Dienst Daten aller Art in Echtzeit in Blockchains einzuspielen. Ob Wettgeschäfte oder Krypto-Preise für Dezentralisierte Finanzen (DeFi), ob Aktienkurse oder Wahlergebnisse  – Chainlink erfasst Daten und bereitet sie automatisiert für den Gebrauch in Smart Contracts auf. Dieses Konzept mag sich nicht unbedingt jedem sofort erschließen, wie auch Chainlink Mitgründer Sergey Nazarov zuletzt in einem Video-Interview zugab. Aber „sie werden es verstehen, wenn wir überall mitmischen“, sagte Nazarov.

„Wir haben versucht, er klar zu machen, aber haben es nicht voll klar gemacht“, zeigt sich Nazarov selbstkritisch. Doch wenn sich die Dienste von Chainlink weiter auch außerhalb der Kryptoindustrie verbreiten, werde „jedermann“ nachvollziehen, worin der Mehrwert besteht. Nazarov wagt die Prognose, dass Chainlink in Zukunft in der Lage sein werde, bei Transaktionen von Zig-Billionen US-Dollar das sichere und zuverlässige Rückgrat zu sein. Zum Vergleich: Der Krypto-Gesamtmarkt wird derzeit auf rund 1 Billion US-Dollar Kapitalisierung beziffert.

Chainlink hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe Berührungspunkten zu Industrien abseits von Bitcoin und Co. geschaffen. Der EX-Chef von Google, Eric Schmidt öffnet als strategischer Berater Türen. Die Deutsche Telekom ist als Node-Betreiber bei  Chainlink mit an Bord. Mit dem klassischen internationalen Zahlungssystem SWIFT kooperiert Chainlink schon seit zwei Jahren in weiter fortschreitenden Testphasen. Diese drei beispiel verdeutlichen: Chainlink macht sich wirklich auch außerhalb der Kryptoindustrie breit.

In einem anderen Interview aus diesem Monat gab Nazarov Einblicke in dystopische Vorstellungen. Denn er hält es für möglich, dass klassische Bankensysteme ins Wanken geraten und so die Bürger schnell Richtung Krypto getrieben werden. „Mehr Silicon Valley Bank, mehr Credit Suisse“, spielt er auf spektakuläre Bankenpleiten der letzten Monate an. Wenn ein Punkt erreicht werde, bei dem selbst Finanzhilfen der Regierungen Bankenprobleme nicht beruhigen können, würden die Menschen die Vorzüge  von unbestechlichen Kryptowährungen und -technologien entdecken und nutzen, so Nazarov, der dabei selbstverständlich auch an Chainlink denkt.

Fazit: Chainlink Mitgründer Nazarov denkt groß

Als Anleger muss man solche Interviews wie die aktuellen von Sergey Nazarov natürlich auch als ewige Werbetour für Chainlink begreifen. LINK notiert momentan bei gut 7 US-Dollar und damit mehr als 80 Prozent entfernt von den 52 US-Dollar, die Chainlink Coins im Boomjahr 2021 als Allzeithoch erzielten. LINK ist die Währung, mit der für Chainlink Oracle Dienste bezahlt wird. Und hier könnten die Argumente von Sergey Nazarov greifen. Wenn Chainlink sich auch außerhalb der Kryptobranche unentbehrlich macht und parallel die Akzeptanz für Kryptowährungen zunimmt, hat LINK das Potenzial, sein eigenes Momentum zu entfachen.


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