China richtet Blockchain-Komitee ein

Die Volksrepublik China schreitet fort bei ihrem Bestreben, Blockchains und Kryptowährungen einen rechtlichen Rahmen zu geben. Innerhalb der für Normen zuständigen chinesischen Behörde SAC wurde jetzt eine Abteilung geschaffen, die sich ganz auf Kryptothemen konzentrieren soll.

Seitdem Chinas Präsident Xi Jinping, vor einem Monat als Ziel vorgegeben hat, zum Vorreiter in Sachen Blockchain-Technologie und praktischen Anwendungen von Kryptowährungen zu werden, tut sich etwas im Reich der Mitte. Zunächst wurde Bitcoin Mining von der Verbotsliste gestrichen, jetzt kommt die nächste interessante Entscheidung. Mit der Gründung eines Komitees, welches Standards für die Kryptobranche definieren und überwachen soll, schafft das offizielle Peking eine Stelle, die Rechtssicherheit und Innovation im Visier hat. Das Blockchain-Komitee wird bei der Standardization Administration of the People’s Republic of China (SAC) angesiedelt, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Was kann Chinas Blockchain-Behörde in der Praxis leisten?

Die dürre Ankündigung einer Krypto-Abteilung bei der SAC schildert in bester Beamten-Lyrik „Hightech Innovation“, „Fortschritt verbunden mit Einhalten von Regeln“ und „qualitativ hochwertige Entwicklung“ als Ziele. Das neue Komitee werde sicherstellen, dass China „eine effizientere Rolle als bislang bei der Entwicklung von Standards und wirtschaftsfreundlicher Umgebung“ für die Kryptobranche schaffe. Doch neben den Effekten innerhalb Chinas wird durch die Zuordnung an die SAC auch bereits ein internationaler Anspruch angedeutet. Denn die SAC vertritt die Supermacht in zahlreichen multinationalen Organisationen, die beispielsweise Normen in Bereichen wie Lebensmitteln, Arzneimitteln, Umweltschutz und Energie verhandeln. China dürfte nun das erste Land sein, welches zu solchen globalen Verbänden Vertreter entsenden kann, die sich mit Blockchains auskennen und das Potenzial von Tokenisierung in die Diskussion einbringen.

China macht ernst in Sachen Kryptobranche

Aus der Ferne beobachtet, ist es durchaus faszinierend, welche Dynamik sich innerhalb weniger Wochen beim Thema Krypto und Blockchains in China entwickelt hat. Wenn der kommunistische Staatsführer Vorgaben macht, drückt der Apparat auf das Gaspedal. Zwar ist der „China Coin“ als von der Zentralbank herausgegebene Stablecoin noch nicht Wirklichkeit, aber auch nicht dementiert. Die Kryptoszene erhofft sich vom Pendant zu Facebook Libra Seiteneffekte für die Akzeptanz von Kryptowährungen. Und schon jetzt hat man mit der neuen Behörde einen Ansprechpartner, der nicht verbieten, sondern konstruktiv regulieren will. Internationale Initiativen ausgehend von China für den Gebrauch von Blockhain-Technologie dürften demnach nur noch eine Frage der Zeit sein. Was das für die Wertentwicklung von Bitcoin und Co. bedeutet, hat sich schon bewiesen, als die Äußerungen von Präsident Xi Jinping ein spontanes Kursplus von BTC um mehr als 30 Prozent auslösten. Anderseits: Wenn das Blockchain-Komitee künftig einzelne Projekte stoppen sollte, werden diese wohl auch anderswo kritischer als gewohnt betrachtet.


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