Bitcoin: 40% Kurssprung nach indirektem Lob von Chinas Präsident Xi

Xi Jinping

Der Kurs von Bitcoin (BTC) hat von Freitag bis Samstag zeitweise um 40 Prozent zugelegt. Beflügelt wurde BTC durch Äußerungen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der forderte, verstärkt Blockchain-Technologie anzuwenden. Mit BTC legten auch die meisten Altcoins deutlich zu.

Die Phrase vom Sack Reis, der in China umfällt und niemanden kümmert, scheint für Bitcoin (BTC) nicht mehr zu gelten. Denn einige wenige Sätze von Chinas Präsident Xi Jinping über das Potenzial von Blockchains haben ausgereicht, den Kurs von BTC innerhalb von 24 Stunden um sagenhafte 30 Prozent ins Plus zu treiben. Am Samstagvormittag notierte BTC bei gut 9.600 US-Dollar und hat damit die Verluste des letzten Monats ausgeglichen. Am Freitag war Xi Jinping in Chinas Medien mit den Worten zitiert worden: „Wir müssen die generelle Richtung festlegen, Investments steigern, uns auf Schlüsseltechnologien fokussieren und die Entwicklung von Blockchain-Technologie und industrieller Innovation beschleunigen.“ Als diese Äußerungen die Runde machten, setzte BTC zu einem fast unglaublichen Kurssprung an.

Bitcoin Kursentwicklung in den letzten 30 Tagen

Was Analysten zur Kursexplosion bei BTC sagen

In der Fachwelt ist man sich weitgehend einig: Die Kommentare von Präsident Xi sind in die Richtung zu deuten, dass das offizielle China seine kryptoskeptische Position ändert. Schließlich wurde Xi konkret und sprach sich für rechtliche Rahmen für Kryptowährungen aus und betonte, die Skalierbarkeit von Blockchains müsse auf Chinas Bedürfnisse angepasst werden.

Die bekannte Analysten Mounia Rabhi etwa setzte auf Twitter eine Reihe von Tweets ab, in der sie hervorhob, dass Chinas Elite zunehmend reicher werde und bereit sei, in BTC zu investieren. Mati Greenspan von eToro kommentierte nüchtern: „Bitcoin zeigt sich erregt durch die News aus China.“

Binance-CEO Changpeng Zhao, der in China geboren ist, meinte: „Stellt Euch den Preis von BTC vor, wenn 1,4 Milliarden Menschen mehr die Blockchain verstehen.“

Mehrfach wurden die Auslassungen von Präsident Xi in das Verhältnis zu den Problemen gesetzt, die Facebook Libra in den USA erlebt. Bekannt ist, dass China an einem eigenen Stablecoin arbeitet und damit möglicherweise Facebook Libra zuvorkommen will. Als Startdatum für den „China Coin“ wird über den 11. November (Singles Day) spekuliert. Dies ist nach den Kommentaren von Xi realistischer geworden.

China und Bitcoin: Bleibt BTC unpolitisch?

Ob Ethereum (ETH) oder Ripple (XRP), ob EOS oder Tron (TRX) – alle wichtigen Altcoins sprangen an den Kryptobörsen auf den in China angestoßenen Zug und verbuchten Kursgewinne von 10 Prozent und mehr. Dahinter stecken gleich mehrere positive Annahmen von Anlegern:

  • Wenn China seine restriktive Haltung zu Bitcoin und Co. aufgibt, wird frisches, legales Kapital in den Kryptomarkt fließen.
  • Die Anerkennung, dass Blockchain-Technologien innovativ sind und im großen Stil in China angewendet werden sollen, ist eine Art Ritterschlag für die Kryptobranche.
  • Der China Coin könnte die Erwartungen erfüllen, die auch mit Facebook Libra verbunden werden: Kommt eine Kryptowährung erst einmal in der Mitte der Gesellschaft an, werden sich die Bürger auch für andere Token und damit verbunden Investmentchancen interessieren.

Eine Frage aber stellt sich: Das Gros der BTC-Anleger sieht als großes Plus bei Bitcoin, dass ihr Kapital durch das neutrale und dezentralisierte Konzept von Einflüssen aus der Geldpolitik unberührt bleibt. Jetzt aber zeigen die Kurskapriolen, dass Chinas Präsident den Kurs beeinflussen konnte. Bitcoin ist also längst zu wichtig geworden, als dass man den Kurs von BTC noch abgekoppelt von Politik und Weltwirtschaft betrachten kann. Vielmehr sollten wir uns darauf einrichten, bei der Beurteilung von BTC ähnlich wie bei klassischen Währungs- und Aktienmärkten die politische Gesamtlage zunehmend einzubeziehen.


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