Coinbase vor Börsengang: Privater Markt bewertet Kryptobörse mit 77 Milliarden US-Dollar

Der mit Spannung erwartete Börsengang der US-Kryptobörse Coinbase wirft Schatten voraus: Auf dem privaten Markt wechseln Aktien bereits den Besitzer und bewerten Coinbase dabei mit 77 Milliarden US-Dollar.

Im Kryptojahr 2021 wird der angekündigte Börsengang von Coinbase ein wichtiger Hinweisgeber für die Attraktivität der Kryptobranche allgemein werden – daran gibt es keine Zweifel. Aber nicht erst seit FTX im Dezember einen Vorabhandel mit den künftigen Aktien von Coinbase eröffnet hat, interessiert natürlich die Gesamtbewertung. Jetzt berichtet ein US-Portal unter Berufung auf Insider, dass hinter den Kulissen auch bereits ein reger privater Handel mit Aktien von Coinbase stattfindet. Dabei bieten frühe Investoren und Mitarbeiter von Coinbase ihre Anteile an und es werde ein Orderbuch geführt. Wöchentlich ermittle man dann einen Preis und der sei von 200 US-Dollar in der ersten Woche auf 301 US-Dollar in der zweiten und 303 US-Dollar nun in der dritten Woche gestiegen. Zum Vergleich: Bei FTX steht die künftige Aktie von Coinbase derzeit bei um 385 US-Dollar.

Wie viel ist Coinbase wert?

Bei der letzten bekannten Finanzierungsrunde von Coinbase in 2018 erzielte das Unternehmen lediglich eine Bewertung von 8 Milliarden US-Dollar. Etwa 250 Millionen Aktien wird es geben und nach den Zahlen vom privaten Markt würde sich hochgerechnet für Coinbase jetzt eine Bewertung von 77 Milliarden US-Dollar ergeben. Damit wäre Coinbase weit mehr wert als etwa der klassische Börsenbetreiber Deutsche Börse, der umgerechnet auf gut 30 Milliarden US-Dollar kommt. Mit den Kursen von FTX wird das Bild pro Coinbase noch optimistischer.

Grund dafür sind natürlich auch Bitcoin und führende Altcoins mit ihren neuen Allzeithochs, die wiederum für steigende Umsätze bei Coinbase sorgen. Zudem scheinen institutionelle Investoren zu einer eigenen Kundengruppe bei Coinbase zu werden. Genauere Einblicke in seine Finanzen erlaubt Coinbase aber nicht und auch ein konkreter Termin für die Erstnotierung steht noch nicht fest. Doch der private Handel erreicht laut den Insidern bereits Millionenvolumen pro Woche, was für eine relativ realistische Preisbildung spricht.

Fazit: Coinbase darf auf gelungenen Börsenstart hoffen

An der Börse debütieren will Coinbase als „direct listing“, also ohne einen vorherigen Preisbildungsprozess und die Herausgabe neuer Aktien. Das bereits vorhandene Interesse und die jetzigen Bewertungen legen in jedem Fall einen Start nahe, der die Kryptobranche freuen wird. Wichtig sind dabei Bezugsgrößen wie eben die Gesamtwertungen klassischer Börsen gekoppelt mit Zukunftsaussichten. Nicht wenige Fachleute halten zudem Impulse beim Börsenstart von Coinbase auf die Preiskurven von Bitcoin und Co. für gut möglich.


Coinbase Pre-IPO Contracts könnt ihr bei FTX handeln. 

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