Deutsche Bank schließt sich Blockchain von JP Morgan an

Die US-Großbank JP Morgan unterhält eine Blockchain-Lösung für grenzübergreifende Geldtransfers namens IIN. Als erste fremde Großbank macht dabei jetzt auch die Deutsche Bank mit. IIN (Interbank Information Network) steht in Konkurrenz zu Ripple (XRP).

Die Vorteile von Blockchain-Lösungen im Bankensektor und dort speziell für internationale Überweisungen sind in der Kryptobranche zu Recht ein wiederkehrendes Thema. Ripple mit seinem XRP ist Anfang der 2010er Jahre mit dem Ziel angetreten, den grenzübergreifenden Zahlungsverkehr zu revolutionieren. Doch mittlerweile kommen aus der klassischen Finanzbranche eigene Initiativen, darunter das von JP Morgan entwickelte Interbank Information Network (IIN). Dies darf nun mit der Deutschen Bank einen neuen Teilnehmer begrüßen, berichtet die Financial Times. Obwohl IIN bereits rund 320 Banken verbindet, spielt die Deutsche Bank darunter eine Sonderrolle. „Mit der Deutschen Bank – und hoffentlich ist die Deutsche Bank nur die erste von mehreren anderen großen Banken – kommen wir weiter in Richtung Allgegenwart“, sagt ein Sprecher von JP Morgan.

Hintergrund zu IIN von JP Morgan

IIN startete 2017 und baut auf einer modifizierten Variante der Blockchain von Ethereum (ETH) auf. IIN eignet sich nicht nur zur Abwicklung von Überweisungen, sondern erlaubt es etwa auch, Informationen für und aus dem Prozess der Kundenidentifizierung (Know Your Customer) zu teilen. Auf der aktuellen Liste der teilnehmenden Banken für IIN ist die Deutsche Bank noch nicht verzeichnet, aus Deutschland aber die Bayerische Landesbank, die Landesbank Hessen und die Norddeutsche Landesbank. IIN verspricht, Überweisungen in Stunden statt Tagen zu organisieren und dies zu niedrigen Gebühren. Während bislang der US-Dollar als Währung bei IIN dominiert, bringt die Deutsche Bank als größte Clearingstelle für Transfers in Euro die EU-Währung im großen Stil in das Netzwerk.

IIN und Konkurrenten wie Ripple

Die Deutsche Bank erwartet laut Zeitungsbericht, ihren Kunden durch IIN die häufig auftretenden Wünsche nach schnellen und sicheren grenzübergreifenden Transfers besser als bislang erfüllen zu können. Durch den Anschluss an IIN dürfte auch feststehen, dass die Deutsche Bank selbst mögliche Pläne für ein eigenes, vergleichbares Netzwerk auf Eis legt. JP Morgan mit IIN wird in der Finanzwelt als Konkurrent zu dem kürzlich angekündigten Netzwerk von Mastercard gesehen. Damit wird erneut deutlich, wie Ripple ins Hintertreffen gerät, obwohl es mit seinem RippleNet eigentlich Vorreiter für solche Dienste war. Der Kurs von XRP dümpelt seit Monaten vor sich hin und hinterlässt zunehmend enttäuschte Anleger, die sich besonders an der Inflationspolitik von Ripple stoßen.


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