Entwickler will IOTA als Zahlungsmittel in Games und Apps integrieren

IOTA krankt bekanntlich an zu wenigen Praxisbeispielen für den Einsatz als Zahlungsmittel. Entwickler Marlon Morales hat nun ein Tool vorgestellt, mit dem IOTA einfach in Games und Apps eingebunden werden soll. Die Community zeigt sich angetan von dem Vorstoß.

Das eigentliche Ziel von IOTA lautet nach wie vor, im Internet der Dinge (IoT) die Standardwährung zu werden. Doch das Konzept scheint nicht wirklich aufzugehen, Kooperationspartner aus der Industrie nutzen überwiegend nur das Tangle-Netzwerk von IOTA als Blockchain-ähnliche technologische Basis und verzichten auf IOTA als Zahlungsmittel. Jetzt macht der schweizerische Entwickler Marlon Morales der IOTA-Gemeinde Hoffnungen auf einen alternativen Plan. Auf Twitter zeigt Morales den angeblich bereits funktionsfähigen Prototyp eines Zahlungssystems, mit dem sich IOTA in beliebige Games und Apps integrieren lässt. Seine Vision: IOTA wird die digitale Währung, mit der sich von In-Game-Käufen über Transaktionen zwischen Spielern bis hin zu Spenden an Entwickler all die Zahlungen erledigen lassen, die typischerweise gewünscht werden.

IOTA in Apps und Games – wie soll das funktionieren?

Morales setzte auf eine IOTA-Wallet, die sich an Games andockt. Mit wenigen Mausklicks sind Überweisungen erledigt, auch wenn das Design noch verbesserungswürdig scheint. Großer Pluspunkt von Morales Lösung: Sein IOTA+ benanntes Projekt soll unabhängig vom Betriebssystem laufen können, also unter Windows, MacOS, iOS und Android funktionieren und auch bei den Spielkonsolen Playstation und Xbox. Er sucht nun per Twitter nach Spieleentwicklern, die an Kooperationen interessiert sind, und hofft auf finanzielle Unterstützung von der IOTA Stiftung, um sein Tool weiterzuentwickeln. Immerhin berichtet die internationale Fachpresse bereits über Morales Projekt und erste Reaktionen zeugen von Gegenliebe aus der IOTA-Community.

Die Spiele-Industrie als Gamechanger bei IOTA?

Ob IOTA+ schon ausgereift für den Großeinsatz ist, lässt sich kaum überprüfen. Zuletzt hatte die Kryptowährung NANO ein Plug-in vorgestellt, das NANO in alle Spiele bringen soll, welche Unreal Engine 4 nutzen, eine von Dutzenden von Blockbustern eingesetzte Spiele-Engine. Die zweite entscheidende Frage allerdings lautet: Werden sich die großen Game-Studios überhaupt darauf einlassen, eine fremde Kryptowährung zu integrieren, ob nun IOTA oder NANO? Oder will man das Geschäft in der eigenen Hand behalten und entwickelt dazu einen eigenen Coin? Für den Moment aber darf sich IOTA über die von Morales geleistete Arbeit freuen, die neue Felder erschließen könnte. Denn die Spieleindustrie als Schlüsselbranche in der Online-Welt ist ein Wachstumsmarkt, in dem Kryptowährungen noch nicht den Platz einnehmen, der eigentlich logisch wäre.


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