Ethereum: Spektakel um millionenschwere Gebühren mit neuem Dreh

Seit Tagen rätselte die Kryptoszene, wer so unglücklich verfuhr und für zwei kleine Überweisungen in Ethereum (ETH) Gebühren von umgerechnet mehr als 5 Millionen US-Dollar bezahlte. Ist das Geheimnis gelöst?

Hast Du Popcorn zur Hand? Denn das Update zur Story um zweimal umgerechnet 2,6 Millionen US-Dollar Gebühren in Ethereum (ETH) für Überweisungen von jeweils 133 US-Dollar (ebenfalls in ETH) bringt zwar Licht in die Sache, lässt aber anderseits auch Fachleute vorerst verwirrt zurück. Also: Die Blockchain-Security Firma PeckShield hat herausgefunden, wer da so amateurhaft Gebühren bezahlte, die mit der Marktsituation nichts zu tun haben. Das war nämlich eine kleine dezentralisierte Kryptobörse aus Korea namens Good Cycle, schreibt PeckShield auf Twitter.

Das passt auch dazu, was Good Cycle selbst auf seiner Webseite zum Besten gibt und dazu, dass der vorher unbekannte Sender sich mit zwei neuen Transaktion an Ethermine und Spark Pool quasi „geoutet“ hat. In Miniüberweisungen fügte er als Nachricht „Ich bin der Sender“ ein, bezahlte marktgerechte Gebühren und dies alles von der vorher fraglichen Adresse. PeckShield sagt aber auch, dass Good Cycle im Grunde ein Angebot sei, was als Schneeballsystem gutgläubige Anleger anlocke und ansonsten vor allem durch nicht vorhandene Sicherheitsmaßnahmen (nicht einmal https-verschlüsselt) auffalle.

Und jetzt wird es Zeit für noch mehr Popcorn: Denn Vitalik Buterin, der Erfinder von Ethereum und Star der Kryptobranche, gibt ebenfalls seine 50 Cent in den Topf. Er hält es für gut möglich, dass der ganze Vorfall eine neue Methode ist, wie Hacker zuschlagen und Erpressung betreiben. Schau hier, was Vitalik Buterin auf Twitter schreibt:

Für Buterin ist es also plausibel, dass Good Cycle teilweise gehackt wurde. Demnach könnten die Angreifer zwar nicht direkt ETH von der Plattform abziehen, aber einstellen, welche Gebühren für Transaktionen angeboten werden. Mit diesen unsinnig hohen Überweisungsgebühren würde die Plattform so erpresst. Erst wenn Good Cycle „Lösegeld“ bezahlt, würden die Hacker wieder ablassen. Solch ein Vorgehen sei auch bei anderen Kryptowährungen denkbar, in denen Gebühren für Transaktionen nicht festgelegt sind, sondern vom Markt bestimmt werden, sagt Buterin.

Bevorzugst Du eigentlich süßes oder salziges Popcorn? Anders gesagt: Es steht die These im Raum, dass eine an sich absolut unseriöse Kryptobörse mit nicht sicher verwahrten Einlagen Millionengebühren bezahlt, die aber von externen Angreifern veranlasst werden und bei Mining Pools landen. Jetzt liegt hier schon so viel Popcorn rum, fegen wir also zusammen:

  • Good Cycle hat nur noch etwa 300 US-Dollar in ETH auf dem Konto, vor einer Woche waren es noch fast 20 Millionen US-Dollar.
  • Der Mining Pool Ethermine hat das bei ihm angekommenen ETH-Geschenk von 2,6 Millionen US-Dollar an die Miner verteilt bei Spark Pool weiß man nicht, was man tun will.
  • Vitalik Buterin sorgt sich um das Image von Ethereum und wirft eine neuartige Hacker-Theorie in den Ring.

Damit Du Dir als Anleger nicht an einer Überdosis Popcorn den Magen verdirbst: Das Feld, wo Gebühren bei Überweisungen bestimmt werden, ist mehr als ein Formfeld. Und der erste Platz für Deine Bitcoin, Ethereum oder andere Altcoins ist ganz bestimmt nicht irgendeine Kryptobörse in Asien oder sonst wo, sondern eine Hardware Wallet.


Wer noch keine Bitcoins oder Ethereum hat kann diese hier kaufen: 

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