IOTA Coordicide: Entwickler Hans Moog sieht „Durchbruch“ auf Weg hin zu Dezentralität

Die bei IOTA angestrebte Dezentralität des Tanglenet scheitert seit Jahren an Problemen in der Entwicklungsarbeit. Nun meint IOTA Entwickler Hans Moog, es sei ein „Durchbruch“ gelungen.

Im offiziellen Archiv von IOTA wurde im November 2018 wohl erstmals in einem Blogpost der Begriff vom „Coordicide“ geprägt. Unter diesem Arbeitstitel arbeitet die IOTA Stiftung also seit Jahren daran, den zentralen Koordinator im Tanglenet abzuschaffen und so das eiserne Prinzip von Dezentralität für Kryptowährungen auch bei IOTA umzusetzen. Fortschritte bei Coordicide (IOTA 2.0) wurden mindestens so oft verkündet wie Rückschläge. Anleger begriffen derweil zunehmend, dass IOTA ohne Dezentralität bei Wachstumssparten der Kryptoindustrie wie DeFi und Smart Contracts/DApps keine echte Chance haben kann. Der bei IOTA öffentlich als Chefentwickler wahrgenommene Hans Moog hat nun per Twitter Hoffnungen auf ein Happy End geweckt.

https://twitter.com/hus_qy/status/1502058897443545094

Denn Hans Moog fasst zusammen, was sich bei der IOTA Stiftung im Maschinenraum in Sachen Dezentralität getan hat. Dabei bezieht er sich offenbar auf den Zeitraum seit November 2021, als Moog stolz von einem „Meilenstein“ bei Coordicide sprach. Nun gesteht er ein, dass die theoretischen Lösungen im Konsensmechanismus für ein IOTA ohne zentralen Koordinator in Tests nicht funktioniert haben. Der Konsensmechanismus für ein IOTA 2.0 hatte schon früher für Rückschläge gesorgt. Aber jetzt sei ein „Durchbruch“ gelungen, schreibt Hans Moog. Zum ersten Mal, seit er bei IOTA mitwirkt, liege ein klares Bild dafür vor, wie der Konsensmechanismus im Detail ablaufen solle und wie die Umgebung dafür programmiert werden müsse. Noch nie sei er so positiv „aufgeregt“ über die IOTA Technologie gewesen, so Moog weiter.

Dezentrales IOTA – vielleicht doch in 2022 realistisch?

Die IOTA Stiftung hat im Mai 2021 damit aufgehört, konkrete Zeitpläne zu Entwicklungsarbeit zu veröffentlichen. Man war es wohl leid, immer wieder an Verzögerungen erinnert zu werden. Aktuell etwa sind neben dem ausstehenden Coordicide auch die weiterhin fehlenden Apps für Mobilversionen der offiziellen IOTA Wallet Firefly Grund für Enttäuschung. Moog ist ehrlich genug zu schildern, wie sich bei der Arbeit an der Node Software GoShimmer für ein dezentrales IOTA wegen des Konsensmechanismus der Zeitaufwand für Lösungen aus Wochen in Monate verwandelte.

Aktuell sei „ein bisschen Arbeit“ nötig, um den Durchbruch in Code einfließen zu lassen, und danach – so Moog – stünden weiter rund ein Dutzend konkrete Unterthemen an. Doch er sieht die Herausforderung für ein dezentrales IOTA jetzt mehr als Programmierarbeit denn als theoretische Lösungssuche. Der Beifall aus der IOTA Gemeinde für diese Prognose fällt für Moog dementsprechend überschwänglich aus. Wir haben im Herbst 2021 kalendarisch nachgerechnet und auf Basis von Aussagen etwa von IOTA-Chef Dominik Schiener Zweifel an einem dezentralen Tanglenet in 2022 angemeldet.

Fazit: IOTA ohne zentralen Koordinator – wird der Wunsch wahr?

Ehrlich gesagt: Aufgrund der jahrelangen Erfahrungen mit der IOTA Stiftung sind wir dazu übergegangen, „Durchbrüchen“, „Meilensteinen“, „entscheidenden Fortschritten“ und ähnlichem Vokabular skeptisch zu begegnen. Klar bleibt: Im Wettbewerb der freien Kryptowährungen kann ein zentral koordiniertes IOTA nicht bestehen. Aber Moog gilt als „ehrliche Haut“ und so lässt sich zumindest neuer Optimismus für ein IOTA 2.0 aka Coordicide nachvollziehen.


Wer noch keine Bitcoins oder IOTA hat kann diese hier kaufen: 

4 Kommentare

  1. Dringende Warnung, der Klassiker schlechthin: „ NOT YOUR KEYS, NOT YOUR COINS. “

    Ein riesengroßes Dankeschön für Firefly und AirDrop an die IOTA Stiftung. Als Österreicher war ich ein bisschen naiv und dachte, Bitpanda ist super, 3 Österreicher, EU reguliert, tolle Pro App, Spitzen VISA Lösung.

    Dazu kommt eine nahezu perfekte Blockbit Lösung für die Buchhaltung. Ab 1. März die Steuerreform in Österreich.
    Also habe ich mein Altvermögen, Ethereum und IOTA bei Bitpanda zusammengefasst.

    Jetzt kam der AirDrop und meine IOTA Coins liegen am Mac. Gottseidank, den ich bekam ein unverschämtes Mail von Bitpanda, das Bezirksgericht empfahl mir sofort formell Klage einzureichen.

    Deswegen jetzt nicht mehr als „ NOT YOUR KEYS, NOT YOUR COINS. “

    Kommt jetzt nach Wirecard und Kommerzbank Mattersburg der nächste „Superstar?“
    Traurigerweise besitzt Bitpanda das größte IOTA Wallet!!

  2. Das Bezirksgericht? 🙂
    Ich vermute mal einen dieser beiden Punkte, die Links helfen dir vielleicht besser zu verstehen.
    Mittelherkunftsnachweis:
    Weshalb muss ich die Herkunft meiner Mittel als Bitpanda Nutzer offenlegen?
    https://blog.bitpanda.com/de/weshalb-muss-ich-die-herkunft-meiner-mittel-als-bitpanda-nutzer-offenlegen

    Oder AGB verletzt: 11. Außerordentliche Kündigung
    https://www.bitpanda.com/de/legal/bitpanda-group-general-terms-conditions

  3. Vielen Dank für die Links, sie beginnen mit bitpanda…

    Fürs bessere Verständnis, wir leben in einem Rechtsstaat. Das machen jetzt Juristen und die Basis liefert das Gesetz.

    Der Rat bleibt, verwaltet eure Coins und vertraut keiner Börse oder Bank.

    • Das ist wie mit dem Ying und Yang.
      Die starke Compliance von Bitpanda verschafft dir die Möglichkeit des Rechtsweg, erzeugt aber im Gegenzug verunsicherte und verärgerte Kunden, die schimpfen dann öffentlich.
      Aber das wird sich einspielen. Mehr Kunden werden besser verstehen Es schwenken immer mehr Offshore Börsen auf den Weg von Bitpanda und ärgern ihre Kunden mit gesetzlichen Vorschriften. Sich an z.B. AML Richtlinien zu halten wird auch im Crypto Geschäft zum Normal werden, wie bei den Banken schon sehr lange

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