IOTA: Gründer zoffen sich erneut öffentlich, Millionensumme im Spiel

Bei IOTA liefern sich zwei der Gründer einen harschen Streit in aller Öffentlichkeit. Sergey Ivancheglo (CFB) distanziert sich deutlich von IOTA und sagt, Mitgründer David Sønstebø schulde ihm noch Coins im Wert von mehr als 8 Millionen US-Dollar.

Die Kryptoszene darf bei IOTA einen mit harten Bandagen ausgetragen Zwist mitverfolgen, in dessen Kern persönliche Verletztheiten und eine Millionensumme stehen. Los geht die Geschichte mit einem Tweet von Sergey Ivancheglo aka Come-from-Beyond, kurz CFB.

Ivancheglo, der IOTA 2015 mitbegründet hat, schreibt: „Ich informiere die IOTA Community, dass ich nicht länger mit David Sønstebø arbeite und meine Anwälte kontaktiere, um meine 25 Ti von ihm zu bekommen. Er lehnt es ab, die IOTAS an mich zu transferieren, damit ich für seine Nutzen agiere und gegen meine.“ Harsche Worte sind das, immerhin ist David Sønstebø ebenfalls Mitgründer bei IOTA und 25 Ti bedeuten 25 Millionen MIOTA; aktuell gut 8,3 Millionen US-Dollar wert. Wissen muss man auch, dass CFB schon im Juli 2019 seinen Rückzug aus dem Vorstand der IOTA-Stiftung erklärt hatte und seitdem als unabhängiger Entwickler an dem Projekt beteiligt war.

Die Vorwürfe will David Sønstebø nicht auf sich lassen, zunächst wandte er sich in einem Post an die Öffentlichkeit und wenig später in einem ausführlichen offenen Brief. Es sei schwer zu verstehen, wie eine Person sich so hin zum Schlechten ändere. Antworten zu der konkreten Geldfrage liefert Sønstebø nicht. Aber er beschreibt Ivancheglo als einen Menschen, der sich mehr und mehr als unzuverlässig erwiesen habe. Anstatt wie vereinbart bei IOTA die Entwicklungsarbeit voranzutreiben, habe sich CFB zunehmend auf sein eigenes Start-up konzentriert. Mitunter sei CFB überhaupt nicht mehr zu erreichen gewesen, auch konstruktive Diskussionen seien unmöglich geworden. Der Tenor von Sønstebø ist klar: Gut, dass CFB endlich weg ist bei IOTA und man nicht mehr Zeit und Nerven verschwenden müsse, um mit ihm irgendwie auszukommen. Notfalls soll dann eben jetzt ein Gericht entscheiden, so Sønstebø, und Investoren bei IOTA sollten sich keine Sorgen machen.

Ivancheglo (CFB) vs. Sønstebø bei IOTA: Wer hat Recht?

Ein offenes Geheimnis war es bereits zuvor, dass es im Vorstand der IOTA Stiftung bisweilen hitzig zugeht und große Egos aufeinanderprallen. Ein Grund dafür ist, dass die Arbeit an Coordicide nicht wirklich vorankommt, mit der IOTA den Schritt von einem zentralen Netzwerk hin zu einer dezentralisierten Lösung schaffen will. Auf welcher Grundlage CFB die von ihm genannten Millionen einfordert, wissen wir aber nicht. Die sehr persönlich gehaltenen Vorwürfe zwischen den beiden Urvätern von IOTA lassen auf zerrüttetes Verhältnis schließen. Ob mit dem harschen Abschied von Sergey Ivancheglo bei IOTA endlich Ruhe eingeht, muss sich erst noch zeigen. Wir bekommen allerdings wieder einmal eine Ahnung davon, wie in der Kryptobranche mit jungen Multimillionären gezofft wird, was das Zeug hält, sogar mit dem Risiko, das eigene Projekt in der öffentlichen Wahrnehmung zu beschädigen.


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