IOTA will künftig mit „colored coins“ punkten

Im Rahmen der tief greifenden technologischen Updates bei IOTA soll auch ein Feature namens „colored coins“ eingeführt werden. Führende Vertreter von IOTA haben nun erklärt, was sie sich unter diesen „eingefärbten Token“ vorstellen und wo ihr Nutzen liegen könnte.

Bei IOTA steht der Launch von Phase 2 von Chrysalis für Ende Oktober im Fokus. Damit soll IOTA 1.5 Realität und möglicherweise auch bereits sogenannte „colored coins“ implementiert werden. Zuletzt machten gleich zwei wichtige Mitglieder der IOTA Stiftung Werbung für diese „colored coins“, übersetzt „eingefärbt“. Dan Simerman, verantwortlich für finanzielle Beziehungen bei IOTA, erwartet, dass Unternehmen kreativ zeigen, wie „colored coins“ einzusetzen sind. Er nennt Beispiele wie den Immobilienmarkt, wo diese farbigen IOTA eine bestimmte Anlageklasse ebenso markieren könnten wie konkrete Gebäude. Im Zusammenspiel Smart Contracts würden „colored coins“ neue Anwendungsfälle für IOTA schaffen, so Simerman.

Hintergrund zu „colored coins“ bei IOTA

In einem Testnet für IOTA 2.0 aka Coordicide können „colored token“ bereits ausprobiert werden. Hans Moog, Entwickler bei IOTA, nennt diese Funktion auf Twitter eines der „am häufigsten missverstandenen Features für das kommende IOTA Protokoll“. Man dürfe „colored coins“ nicht mit ERC-20-Token bei Ethereum verwechseln. Ein entscheidender Vorteil von „colored coins“ sei, dass der Herausgeber zwar über sie bestimme, die endgültige Validierung und Dokumentation über Transaktionen dieser Token aber im eigentlichen Netzwerk von IOTA stattfinde.

Insofern sind „colored coins“ bei IOTA also als eine Art Sidechain im Netzwerk zu verstehen. Sie könnten in einem an sich geschlossenen privaten Netzwerk genutzt werden, um von dort aus trotzdem auf die Kapazitäten von IOTA Mainnet zuzugreifen. Simerman sieht sie als ein Argument, dass Unternehmen und Projekte Technologie von IOTA zu verwenden, aber quasi ihren eigen Coin (auch als internes Zahlungsmittel) aufsetzen. Damit vermeide IOTA, im Wettbewerb mit anderen Blockchain-Lösungen ins Hintertreffen zu geraten. Auch Moog nennt Leistungsfähigkeit des Netzwerks von IOTA und die gebührenlosen Transaktionen als großen Pluspunkt in Hinsicht auf konkurrierende Angebote wie Neblio.

Fazit: Werden „colored coins“ den Preis von IOTA beeinflussen?

Anleger rätseln, ob „colored coins“ direkte Auswirkungen auf den Preis von IOTA haben könnten. Experte Simerman glaubt aber nicht daran. Denn „colored coins“ haben zunächst nur den Wert, den ihr Herausgeber definiert und der nicht dem von MIOTA entsprechen muss. Es werde zwar Kompatibilät bestehen, etwa für „colored coins“, die in Videospielen als Währung gelten. Doch wenn es eine frei handelbare Kryptowährung gehe, sehe er „colored coins“ mehr als Anreiz dafür, auch auf MIOTA im Ökosystem von IOTA zu setzen. So bleiben „colored coins“ wohl vorerst ein Instrument für neue Anwendungsfälle von IOTA. Was findige Entwickler dann mit ihnen in der Praxis anstellen, zeigt die Zukunft.


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