IOTA startet nächste Phase auf Weg hin zu dezentralisiertem System

Iota kommt der Umsetzung des Projekts Coordicide näher und damit der Abschaffung des zentralen Koordinators. IOTA 2.0 als vollständig dezentralisiertes Netzwerk könnte den neuen Informationen nach bereits Anfang 2021 startklar sein.

Achillesferse bei IOTA ist nach Ansicht vieler Anleger und Fachleute die zentrale Instanz des Koordinators, die letztendlich über Transaktionen entscheidet und so Zweifel an der Unbestechlichkeit des Systems zulässt. Schon seit Jahren arbeitet die IOTA Stiftung unter dem Projektnamen „Coordicide“ an der Umstellung auf eine dezentrale Lösung, wie sie bei Bitcoin und den meisten Altcoins Vertrauen schafft. Nun meldet IOTA in einem Blogbeitrag stolz, mit Pollen das erste dezentralisierte Testnet im Rahmen von Coordicide live geschaltet zu haben. In einen weiteren Blogpost erklärt IOTA, dass auf Pollen mit Nectar noch 2020 ein zweites dezentralisiertes Testnet folgen werde und danach mit Honey dann das erste Mainnet für IOTA 2.0.

Hintergrund zu Testnet Pollen bei IOTA

IOTA hat sich bei der Namengebung von den drei Phasen hin zu Coordicide an dem natürlichen Entstehungsprozess von Honig orientiert. Zunächst werden Bienen von Pollen angelockt, heißt Entwickler haben jetzt die Chance, sich mit dem dezentralisierten IOTA vertraut zu machen. Nectar (Nektar) soll Entwickler und Fachleute dann mit Belohnungen bedenken, wenn sie Fehler oder Schwierigkeiten im Testnet finden. Mit Honey (Honig) kommt dann das süße Ende für jedermann als IOTA 2.0. Dominik Schiener als Vorstandsmitglied der IOTA Stiftung stellt laut einem Medienbericht für Honey das Zieldatum 1. Quartal 2021 in Aussicht.

Technologisch betrachtet ist Pollen ein ziemlich großer Schritt. Mit Pollen ist nicht nur Dezentralität in Testumgebung eingeführt, sondern es werden auch die Voraussetzungen für DApps und Smart Contracts bei IOTA geschaffen sowie für „coloured“ Token. Mit letzteren soll es im Internet der Dinge (IoT) vereinfacht werden, unterschiedliche Netzwerkpunkte zu sortieren, etwa gelbe Token für Gebäude, grüne Token für IoT-Endgeräte usw.. IOTA zählt bei Pollen 60.000 Ergänzungen zum bisherigen Code und 25.000 Streichungen.

IOTA: Kurs legt zu nach guten Nachrichten zur Dezentralisierung

Der Kryptomarkt goutierte die Meldung zu Pollen bei IOTA, die Kryptowährung legte seit Bekanntwerden um gut 5 Prozent im Wert zu und damit gegen den Trend am Gesamtmarkt. Absolut betrachtet sind aber mit momentanen Preisen von IOTA von gut 0,22 US-Dollar die Verluste noch nicht wieder wettgemacht, die durch das Sicherheitsdebakel bei der offiziellen Trinity Wallet und dem daraus folgenden wochenlangen Deaktivieren des Koordinators im Mainnet im Februar und März passierten.

IOTA hat mit Chrysalis ein weiteres Großprojekt begonnen, welche in IOTA 1.5 enden soll und Voraussetzung für Coordicide ist. Derzeit arbeitet man also an zwei entscheidenden Baustellen und verschafft sich durch Erfolgsmeldungen Freiraum. Denn die Kryptoszene beobachtet auch die Auseinandersetzungen um die Besetzung und Geschäftspraktiken der IOTA Stiftung, die von enttäuschten frühen Investoren ebenso wie von einem Anonymus namens „Hund“ scharf kritisiert werden.


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